Kolbenfraktur, also eine Fraktur des Humerus, entsteht durch eine traumatische Unterbrechung der Kontinuität des Oberarmknochens und geht mit Schmerzen, Schwellung sowie Bewegungseinschränkungen einher. Die Diagnose wird durch die klinische Untersuchung und bildgebende Verfahren bestätigt.
Zu den Symptomen einer Humerusfraktur gehören plötzlich einsetzende starke Schmerzen, eine deutliche Einschränkung der Armbeweglichkeit sowie Druckschmerz entlang der Frakturlinie. Diese Befunde weisen auf eine Schädigung der Knochenstruktur hin und erfordern eine rasche orthopädische Behandlung.
Die Ursachen einer Humerusfraktur stehen im Zusammenhang mit Stürzen, direkten Schlägen, Verkehrsunfällen und Erkrankungen wie Osteoporose, die die Knochendichte verringern. Schweregrad und Richtung des Traumas bestimmen maßgeblich die Lokalisation und Art der Fraktur.
Die Behandlung einer Humerusfraktur erfolgt konservativ, mit einer Armschlinge oder durch eine operative Stabilisierung. Nach der Sicherung der Stabilität beginnt die physiotherapeutische Rehabilitation, um Muskelkraft, Gelenkbeweglichkeit und Funktion schrittweise wiederherzustellen.
| Wissenswertes | Information |
| Definition | Eine Humerusfraktur ist ein Bruch des Oberarmknochens (Humerus), der infolge eines Traumas, eines Sturzes oder eines direkten Schlages entsteht. Sie kann im proximalen (schulternahen), mittleren (Schaft) oder distalen (ellenbogennahen) Bereich auftreten. |
| Klassifikation | Sie wird in proximale Humerusfraktur, Humerusschaftfraktur und distale Humerusfraktur eingeteilt. Lokalisation und Frakturtyp bestimmen den Behandlungsplan. |
| Ursachen | Stürze (insbesondere bei älteren Menschen), Verkehrsunfälle, Stürze aus großer Höhe, Sportverletzungen, direkte Schläge und Osteoporose. |
| Symptome | Plötzliche Schmerzen im Arm oder in der Schulter, Schwellung, Blutergüsse, Fehlstellung, Bewegungseinschränkung, Unfähigkeit den Arm anzuheben, Krepitation (Knirschen der Fraktur) sowie Taubheitsgefühl der Hand bei Nervenverletzungen. |
| Diagnoseverfahren | Körperliche Untersuchung, Röntgenaufnahmen sowie bei Bedarf CT und MRT. Bei Verdacht auf Nerven- oder Gefäßverletzungen werden weiterführende Untersuchungen durchgeführt. |
| Proximale Humerusfrakturen | Sie treten besonders häufig bei älteren Patienten und Personen mit osteoporotischer Knochenstruktur auf. Die Behandlung richtet sich nach Frakturtyp und Ausmaß der Verschiebung. |
| Humerusschaftfrakturen | Sie entstehen im mittleren Abschnitt des Oberarms. Sie können nach Stürzen oder direkten Traumata auftreten. Das Risiko einer Verletzung des Nervus radialis ist hoch. |
| Distale Humerusfrakturen | Sie entstehen im ellenbogennahen Bereich. Besonders Kinder und Erwachsene nach schweren Traumata sind betroffen. Sie können die Beweglichkeit des Ellenbogens beeinträchtigen. |
| Behandlung – Konservativ | Bei nicht verschobenen Frakturen erfolgt eine Ruhigstellung mit Gips, Schiene oder Verband. Der Heilungsverlauf wird durch regelmäßige Kontrollen überwacht. |
| Behandlung – Operativ | Bei verschobenen, mehrfragmentären, instabilen Frakturen oder bei begleitenden Nerven- und Gefäßverletzungen erfolgt eine operative Stabilisierung mit Platten, Schrauben oder Marknägeln. |
| Operationsablauf | Die Operation erfolgt unter Vollnarkose oder Regionalanästhesie. Das operative Verfahren wird anhand der Frakturlokalisation, des Zerstörungsgrades und des Allgemeinzustands des Patienten geplant. |
| Nachbehandlung | Das Tragen einer Armschlinge, Infektionskontrolle, Schmerztherapie und ein frühzeitiger Beginn der Physiotherapie sind wichtig. |
| Komplikationen | Pseudarthrose, verzögerte Heilung, Fehlheilung (Malunion), Infektion, Nervenverletzungen (insbesondere des Nervus radialis) sowie Bewegungseinschränkungen der Schulter oder des Ellenbogens. |
| Rehabilitation | Die Physiotherapie wird geplant, um die Gelenkbeweglichkeit wiederherzustellen und die Muskelkraft zu steigern. Die Dauer der Rehabilitation richtet sich nach dem Frakturtyp. |
| Nachsorge und Kontrollen | Der Heilungsverlauf wird radiologisch überwacht. Klinische Untersuchungen dienen der Beurteilung von Schmerzen, Funktion und Nervenstatus. |
| Prognose | Sie hängt von Frakturtyp, Alter des Patienten, Knochenqualität und Therapietreue ab. Mit einer geeigneten Behandlung und Rehabilitation ist eine vollständige funktionelle Genesung möglich. |
Yazı İçeriği
Was ist eine Oberarmfraktur (Humerusfraktur)?
Eine Oberarmfraktur ist ein Bruch des Humerus, des Hauptknochens des Oberarms. Sie entsteht durch Stürze, direkte Schläge oder Verkehrsunfälle. Schmerzen, Schwellungen, Bewegungseinschränkungen und Fehlstellungen im Bereich der Schulter, des Oberarms oder des Ellenbogens können auftreten. Die Lokalisation und Art der Fraktur bestimmen die Behandlung, die konservativ mit Schiene oder Armschlinge oder operativ erfolgen kann. Die Rehabilitation ist entscheidend für die Wiederherstellung der Funktion.
Bei wem treten Humerusfrakturen (Oberarmfrakturen) häufiger auf?
Betrachtet man die Patienten, die unsere orthopädische Sprechstunde aufsuchen, fällt auf, dass Humerusfrakturen eine sehr interessante Altersverteilung aufweisen. In der Medizin sprechen wir von einer „bimodalen Verteilung“, das heißt, diese Frakturen erreichen in zwei unterschiedlichen Lebensphasen ihren Häufigkeitsgipfel.
Die erste Gruppe besteht überwiegend aus jungen Menschen. Männer in ihren Zwanzigern und Dreißigern, die sich in der aktivsten Phase ihres Lebens befinden, machen den Großteil dieser Gruppe aus. In diesem Alter ist die Knochenstruktur äußerst stabil und sehr widerstandsfähig. Deshalb ist eine erhebliche Krafteinwirkung erforderlich, um den Knochen zu brechen. Solche Frakturen entstehen meist nach Motorradunfällen, Stürzen aus großer Höhe oder schweren Sportverletzungen. In diesen Fällen können nicht nur der Knochen, sondern auch die umliegenden Weichteile erheblich geschädigt sein.
Die zweite und zahlenmäßig größere Gruppe umfasst Patienten im Alter von sechzig bis siebzig Jahren. Hier überwiegen Frauen. Nach der Menopause führt die Abnahme der Knochendichte (Osteopenie oder Osteoporose) dazu, dass die Knochen brüchiger werden. Ein einfacher Haushaltsunfall, ein Stolpern über einen Teppich oder ein Sturz von einem Stuhl, der bei einem jungen Menschen lediglich zu einem Bluterguss führen würde, kann bei älteren Menschen leider schwere Trümmerfrakturen verursachen. In dieser Altersgruppe ist die biologische Qualität des Knochens oft entscheidender als die Stärke des Traumas.
Reicht für die Diagnose einer Fraktur ein Röntgenbild aus oder ist eine Computertomografie erforderlich?
Wenn Sie mit dem Verdacht auf eine Humerusfraktur die Notaufnahme aufsuchen, besteht der erste Schritt immer aus einer Standard-Röntgenaufnahme. Das Röntgenbild liefert eine grundlegende Übersicht darüber, ob der Knochen gebrochen ist, wie die Fraktur grundsätzlich aussieht und wo sie sich befindet. Besonders bei proximalen Humerusfrakturen im Schulterbereich zeigt das Röntgenbild jedoch nicht immer das vollständige Ausmaß der Verletzung.
Die Schulterregion besitzt anatomisch eine komplexe und mehrschichtige Struktur. Da Röntgenaufnahmen zweidimensional sind, können sich Knochenstrukturen überlagern und wichtige Details verdecken. Für eine erfolgreiche Behandlungsplanung ist es entscheidend zu erkennen, wie weit die Frakturfragmente auseinandergewichen sind, ob die Gelenkfläche betroffen ist oder wie stark sich der Oberarmkopf verdreht hat.
Hier kommt die Computertomografie (CT) ins Spiel. Insbesondere bei Frakturen mit möglichem Operationsbedarf ist sie heute keine Luxusuntersuchung mehr, sondern eine Notwendigkeit. Die CT erstellt millimetergenaue Schichtaufnahmen der Fraktur und ermöglicht eine dreidimensionale Darstellung. Dadurch kann der Operateur bereits vor dem Eingriff die innere Struktur der Fraktur, die Stabilität der Schraubenpositionen und die geeignete Implantatgröße exakt planen. Wissenschaftliche Studien zeigen eindeutig, dass eine Operationsplanung mithilfe der CT die Erfolgsrate erhöht und das Risiko unerwarteter intraoperativer Befunde reduziert.
Wie wird bei Frakturen im Schulterbereich (proximale Humerusfrakturen) über eine Operation entschieden?
Nicht jede Fraktur im Schulterbereich muss operiert werden. Tatsächlich heilt ein großer Teil dieser Frakturen erfolgreich ohne Operation, sofern die Fragmente nicht stark verschoben sind. Das wichtigste Entscheidungskriterium ist dabei das Ausmaß der sogenannten Dislokation.
Wenn die Frakturfragmente in ihrer Position bleiben und die Kontinuität des Knochens weitgehend erhalten ist, erfolgt die Behandlung in der Regel mit einer Armschlinge. Es gibt jedoch eine besonders wichtige Ausnahme: das sogenannte Tuberculum majus. Dieser Knochenvorsprung dient als Ansatzstelle der Rotatorenmanschette, die für das Anheben des Arms verantwortlich ist.
Ist das Tuberculum majus um mehr als fünf Millimeter verschoben, entsteht ein mechanisches Hindernis. Selbst wenn die Fraktur heilt, kann der Knochenvorsprung gegen das Schulterdach stoßen und das Anheben des Arms verhindern. Deshalb kann bereits die Verschiebung dieses Fragments eine Operation erforderlich machen, auch wenn die übrigen Fragmente gut stehen.
Folgende Situationen sprechen für eine Operation:
- Stark dislozierte Frakturen
- Schädigung der Gelenkfläche
- Verschiebung des Tuberculum majus
- Fehlstellung des Oberarmkopfes
- Trennung von Humeruskopf und Schaft

Prof. Dr. Murat Demirel, 1974 yılında Ankara’da doğmuş, 1998 yılında Ankara Üniversitesi Tıp Fakültesi’nden mezun olmuştur. Aynı yıl Ankara Numune Eğitim ve Araştırma Hastanesi 1. Ortopedi ve Travmatoloji Kliniği’nde uzmanlık eğitimine başlamış ve 2004 yılında Ortopedi ve Travmatoloji Uzmanı unvanını almıştır. Uzmanlık sonrası dönemde kas-iskelet sistemi hastalıklarının cerrahi ve konservatif tedavilerine odaklanmış, yenilikçi ortopedik yaklaşımları klinik pratiğine entegre etmiştir.
Omuz, diz, kalça ve ayak bileği eklemlerine yönelik ileri düzey cerrahi uygulamalarda uzmanlaşan Prof. Dr. Demirel; omuz artroskopisi, diz protezi, robotik cerrahi, kök hücre tedavisi ve PRP uygulamaları konularında deneyim sahibidir. Güncel ortopedi pratiğinde fonksiyonel sonuçları artıran minimal invaziv ve biyolojik tedavi yöntemlerini önceliklendirmektedir.
Halen Ankara’daki özel kliniğinde ortopedi ve travmatoloji alanında hasta kabul eden Prof. Dr. Murat Demirel, ileri görüntüleme teknolojileri ve multidisipliner yaklaşımla kişiye özel tedavi planları oluşturmaktadır. Cerrahi ve rejeneratif ortopediyi birleştiren vizyoner yaklaşımıyla, hareket sistemi hastalıklarının tedavisinde yaşam kalitesini merkeze alan modern çözümler sunmaktadır.

