Die Tomografie ist eine revolutionäre Diagnosemethode, die es ermöglicht, das Innere unseres Körpers Schicht für Schicht zu betrachten, als würden wir die Seiten eines Buches umblättern. Um einen Vergleich aus dem Alltag zu verwenden, stellen Sie sich einen Laib Brot vor. Wenn Sie ihn in Scheiben schneiden und jede Scheibe einzeln betrachten, können Sie die Verteilung der Poren im Brot und den Backgrad des Teigs viel deutlicher erkennen. Genau auf diese Weise ermöglicht uns die Tomografie, unseren Körper in „Scheiben“ zu untersuchen.
Yazı İçeriği
Arten der Tomografie
Die verschiedenen Arten der Tomografie, die in der modernen Medizin eingesetzt werden, sind wie die unterschiedlichen Werkzeuge im Werkzeugkasten eines Tischlers – jedes wurde speziell für eine bestimmte Aufgabe entwickelt. Diese Vielfalt bietet Ärzten eine große Flexibilität bei der Diagnose von Krankheiten. Welche Art der Tomografie wird also in welcher Situation bevorzugt und worin unterscheiden sie sich? Lassen Sie uns gemeinsam die Antworten auf diese Fragen betrachten.
Computertomografie (BT/CT)
Die Computertomografie (CT) ist das am häufigsten verwendete Mitglied der Tomografiefamilie und gilt gewissermaßen als der „Allrounder“ der Medizin. Die CT arbeitet mit Röntgenstrahlen. Während sich das Gerät um 360 Grad um Ihren Körper dreht, nimmt es Hunderte von Röntgenbildern auf. Diese Bilder werden vom Computer verarbeitet und in Schnittbilder umgewandelt. Als Ergebnis dieses innerhalb weniger Sekunden abgeschlossenen Vorgangs entsteht eine detaillierte Karte der untersuchten Körperregion.
Die Einsatzgebiete der CT sind sehr vielfältig. In Notaufnahmen ist sie ein unverzichtbares Instrument, um bei Patienten mit Kopfverletzungen nach Hirnblutungen oder Schädelbrüchen zu suchen, bei Patienten mit Brustschmerzen lebensbedrohliche Erkrankungen wie eine Lungenembolie oder Aortendissektion festzustellen und bei Patienten mit Bauchschmerzen Diagnosen wie Blinddarmentzündung, Divertikulitis oder Nierensteine zu stellen. Darüber hinaus wird sie bei Krebspatienten häufig eingesetzt, um Größe, Lage und Ausbreitung eines Tumors zu beurteilen.
Die Spiral- beziehungsweise Helix-CT, eine bedeutende Entwicklung der modernen CT-Technologie, liefert im Vergleich zur herkömmlichen CT wesentlich schnellere und detailliertere Bilder. Bei der herkömmlichen CT bewegt sich der Tisch schrittweise weiter und bei jedem Schritt wird eine Schicht aufgenommen. Bei der Spiral-CT hingegen bewegt sich der Tisch kontinuierlich, während sich auch die Röntgenröhre ununterbrochen dreht, sodass ein kontinuierlicher Datenstrom entsteht. Dadurch verkürzt sich die Untersuchungszeit, Bewegungsartefakte werden reduziert und dreidimensionale Bilder können erstellt werden. Besonders bei Patienten, denen das Luftanhalten schwerfällt, oder bei der Darstellung beweglicher Organe wie des Herzens bietet die Spiral-CT große Vorteile.
Positronen-Emissions-Tomografie (PET)
Die PET-Untersuchung ist eine besondere Form der Tomografie, die weniger die Anatomie als vielmehr die Funktion des Körpers darstellt. Sie beantwortet die Frage: „Was macht der Körper?“ Aufgrund dieser Eigenschaft hat sie insbesondere in der Onkologie, Neurologie und Kardiologie bahnbrechende Entwicklungen ermöglicht.
Während der PET-Bildgebung wird dem Patienten eine geringe Dosis einer radioaktiven Substanz, eines sogenannten Radiopharmakons, injiziert. Das am häufigsten verwendete Radiopharmakon ist eine radioaktive Form von Glukose, also Zucker, die als FDG bezeichnet wird. Da Krebszellen mehr Zucker verbrauchen als normale Zellen, reichert sich diese Substanz stärker im Krebsgewebe an. Beim Zerfall der radioaktiven Substanz werden Teilchen freigesetzt, die Positronen genannt werden. Treffen diese Positronen im Körper auf Elektronen, vernichten sie sich gegenseitig, wobei Gammastrahlen entstehen. Der PET-Scanner erkennt diese Gammastrahlen und erzeugt daraus Bilder.
Der wichtigste Vorteil der PET besteht darin, metabolische Veränderungen sichtbar machen zu können, bevor anatomische Veränderungen auftreten. Diese Eigenschaft ist insbesondere für die Beurteilung der Wirksamkeit einer Krebsbehandlung von entscheidender Bedeutung. Selbst wenn sich die Größe eines Tumors nach der Behandlung noch nicht verringert hat, kann eine Abnahme seiner Stoffwechselaktivität bereits früh darauf hinweisen, dass die Behandlung wirkt. Darüber hinaus liefert die PET wertvolle Informationen bei der frühen Diagnose neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer und bei der Beurteilung der Lebensfähigkeit des Herzmuskels.
Einzelphotonen-Emissionscomputertomografie (SPECT)
Die SPECT ermöglicht ähnlich wie die PET eine funktionelle Bildgebung des Körpers, arbeitet jedoch nach einem anderen physikalischen Prinzip. Während bei der PET positronenstrahlende Radiopharmaka verwendet werden, kommen bei der SPECT Radiopharmaka zum Einsatz, die direkt Gammastrahlen aussenden. Dieser technische Unterschied macht die SPECT verbreiteter und kostengünstiger, da die verwendeten Radiopharmaka eine längere Lebensdauer besitzen und kein spezielles Zyklotron erforderlich ist.
Zu den wichtigsten Einsatzgebieten der SPECT gehören Untersuchungen der Herzdurchblutung. Bei Patienten mit Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit wird eine SPECT-Myokardperfusionsszintigrafie durchgeführt, um die Durchblutung des Herzmuskels zu beurteilen. Dieser Test zeigt die Blutversorgung des Herzmuskels sowohl in Ruhe als auch unter Belastung und ermöglicht dadurch die Bestimmung von Ort und Schweregrad von Gefäßverengungen. Darüber hinaus wird die SPECT zur Beurteilung der Hirndurchblutung, beispielsweise bei Patienten mit Demenz oder Epilepsie, bei der Knochenszintigrafie zur Erkennung von Knochenmetastasen sowie zur Darstellung endokriner Drüsen wie Schilddrüse und Nebenschilddrüse eingesetzt.
Weitere spezielle Arten der Tomografie
Die Fortschritte in der Medizintechnik haben die Entwicklung neuer Tomografieverfahren für besondere Anforderungen ermöglicht. Eines davon ist die funktionelle Magnetresonanztomografie, kurz fMRT, die auf dem Prinzip der Magnetresonanztomografie beruht. Mit dieser Technik kann die Aktivität verschiedener Hirnregionen in Echtzeit dargestellt werden. Sie kann beispielsweise zeigen, welche Bereiche des Gehirns aktiv sind, während eine mathematische Aufgabe gelöst oder ein Bild betrachtet wird. Aufgrund dieser Eigenschaft ist sie zu einem wertvollen Instrument bei der Erforschung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen geworden.
Eine weitere spezielle Tomografieform ist die optische Kohärenztomografie, kurz OCT, die die Diagnose von Augenerkrankungen revolutioniert hat. Sie verwendet Lichtwellen, um Schnittbilder der Netzhaut und des Sehnervs auf mikroskopischer Ebene zu erzeugen. Bei der Früherkennung und Verlaufskontrolle von Augenerkrankungen wie Glaukom, Makuladegeneration und diabetischer Retinopathie hat sie sich zum Goldstandard entwickelt.
Die Elektronenstrahltomografie, kurz EBT, wurde insbesondere zur Beurteilung von Verkalkungen der Koronararterien entwickelt. Durch die Messung von Kalziumablagerungen in den Herzkranzgefäßen ermöglicht sie die frühe Erkennung einer noch symptomlosen koronaren Herzkrankheit. Dadurch können Hochrisikopatienten identifiziert und vorbeugende Maßnahmen eingeleitet werden.
Vergleich der Tomografiearten
Jede Tomografieart besitzt eigene Stärken und Schwächen. Die CT eignet sich hervorragend zur Darstellung knöcherner Strukturen und luftgefüllter Organe wie der Lunge, weist jedoch einen begrenzten Weichteilkontrast auf. MRT-basierte tomografische Verfahren sind beim Weichteilkontrast überlegen und kommen ohne Strahlenbelastung aus, allerdings dauert die Untersuchung länger und kann für Patienten mit Klaustrophobie belastend sein. PET und SPECT liefern funktionelle Informationen, sind hinsichtlich anatomischer Details jedoch begrenzt. Aus diesem Grund werden heutzutage häufig hybride Systeme wie PET/CT oder PET/MRT eingesetzt, um anatomische und funktionelle Informationen gleichzeitig zu erhalten.
Auch hinsichtlich der Strahlenbelastung bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Tomografiearten. Die CT verursacht im Vergleich zu anderen radiologischen Untersuchungen eine höhere Strahlendosis. Eine Thorax-CT kann beispielsweise einer Strahlenbelastung von etwa 100 bis 200 Lungenröntgenaufnahmen entsprechen. Auch PET und SPECT verwenden radioaktive Substanzen, diese werden jedoch innerhalb kurzer Zeit aus dem Körper ausgeschieden. MRT-basierte Verfahren enthalten dagegen keinerlei Strahlung, sondern verwenden Magnetfelder und Radiowellen. Daher wird insbesondere bei Kindern und Schwangeren empfohlen, möglichst strahlungsfreie Verfahren zu bevorzugen.
Wie wird eine Tomografie durchgeführt?
Die Durchführung einer Tomografie ist ein Vorgang, der bei vielen Patienten Fragen aufwirft. Gedanken wie „Was werde ich erleben?“, „Werde ich Schmerzen haben?“ oder „Wie lange dauert es?“ gehen vielen durch den Kopf. Machen Sie sich keine Sorgen, in diesem Abschnitt wird der Ablauf einer Tomografie Schritt für Schritt erklärt. Als würde Sie ein medizinischer Fachmann persönlich begleiten, werden alle Phasen des Verfahrens und die möglichen Erfahrungen beschrieben.
- Vorbereitung vor der Untersuchung
Nachdem Ihr Tomografietermin vereinbart wurde, beginnt die Vorbereitungsphase. Je nach Art der Tomografie und der zu untersuchenden Körperregion können unterschiedliche Vorbereitungen erforderlich sein. Wenn beispielsweise der Bauchraum untersucht werden soll, kann es notwendig sein, vier bis sechs Stunden vor der Untersuchung nüchtern zu bleiben. In manchen Fällen kann zur Reinigung des Darms auch eine spezielle Diät oder die Einnahme eines Abführmittels empfohlen werden. Bei Untersuchungen wie einer Gehirn- oder Lungentomografie ist dagegen normalerweise keine besondere Vorbereitung erforderlich.
- Nüchternheit und Ernährungsanpassungen
Vor einer CT des Bauchraums und Beckens wird in der Regel verlangt, vier bis sechs Stunden nüchtern zu bleiben. Dadurch bleiben Magen und Darm leer, was zu klareren Bildern beiträgt. Wassertrinken ist jedoch normalerweise erlaubt und wird manchmal sogar ausdrücklich empfohlen, da eine gute Flüssigkeitsversorgung die Venen besser sichtbar machen und die Injektion des Kontrastmittels erleichtern kann. Bei einigen Bauch-CT-Untersuchungen kann ein bis zwei Stunden vor dem Eingriff ein orales Kontrastmittel zum Trinken gegeben werden. Dabei handelt es sich meist um verdünntes Bariumsulfat oder eine jodhaltige Lösung, die eine bessere Darstellung des Darms ermöglicht.
- Medikamenteneinnahme
Fragen Sie unbedingt Ihren Arzt, ob Sie Ihre regelmäßig eingenommenen Medikamente vor der Tomografie weiter einnehmen dürfen. Die meisten Medikamente können wie gewohnt verwendet werden, allerdings gibt es einige besondere Situationen. Beispielsweise können metforminhaltige Diabetesmedikamente in Verbindung mit Kontrastmitteln in seltenen Fällen zu Nierenproblemen führen. Daher kann empfohlen werden, diese Medikamente 48 Stunden vor und nach einer kontrastmittelgestützten CT abzusetzen. Blutverdünnende Medikamente stellen für eine Tomografie normalerweise kein Hindernis dar, können jedoch vorübergehend abgesetzt werden müssen, wenn zusätzliche Eingriffe wie eine Biopsie geplant sind.
- Kleidung und persönliche Gegenstände
Wenn Sie zur Tomografie ins Krankenhaus kommen, sollten sich keine metallischen Gegenstände an Ihrem Körper befinden. Metallische Gegenstände können im Bild Artefakte beziehungsweise Störungen verursachen. Daher werden Sie gebeten, Schmuck, Uhr, Brille, Hörgerät, herausnehmbaren Zahnersatz sowie Kleidung mit Metallknöpfen oder Reißverschlüssen abzulegen. In der Regel erhalten Sie einen Krankenhauskittel. Am besten lassen Sie Wertsachen zu Hause oder geben sie einer vertrauenswürdigen Begleitperson. In einigen Einrichtungen stehen auch abschließbare Schränke zur Verfügung.
Verwendung von Kontrastmitteln
Bei manchen Tomografieuntersuchungen kann die Verwendung eines Kontrastmittels erforderlich sein. Ein Kontrastmittel ist eine spezielle Flüssigkeit, die bestimmte Strukturen im Körper deutlicher sichtbar macht. Ähnlich wie ein Fotograf durch eine Veränderung der Beleuchtungseinstellungen klarere Bilder aufnimmt, hilft das Kontrastmittel dem Radiologen dabei, die Strukturen in Ihrem Körper besser zu „sehen“. Kontrastmittel basieren meist auf Jod oder Barium und können intravenös, oral oder rektal verabreicht werden.
- Beurteilung vor der Kontrastmittelgabe
Wenn ein Kontrastmittel verwendet werden soll, wird vor der Untersuchung anhand bestimmter Fragen eine Risikobewertung durchgeführt. Sie werden gefragt, ob Sie bereits auf irgendeine Substanz allergisch reagiert haben, insbesondere ob früher eine Kontrastmittelallergie aufgetreten ist. Darüber hinaus können Blutuntersuchungen zur Beurteilung Ihrer Nierenfunktion erforderlich sein, da einige Kontrastmittel über die Nieren ausgeschieden werden und bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion vorsichtig eingesetzt werden müssen. Erkrankungen wie Asthma, Herzerkrankungen, Diabetes oder multiples Myelom können ebenfalls zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen bei der Kontrastmittelgabe erforderlich machen.
- Verabreichung des Kontrastmittels
Intravenös verabreichtes Kontrastmittel wird normalerweise über einen dünnen Katheter beziehungsweise eine Infusionsleitung in eine Vene am Arm oder an der Hand gegeben. Während der Kontrastmittelgabe können Sie ein Wärmegefühl im Körper, einen metallischen Geschmack im Mund oder das Gefühl verspüren, urinieren zu müssen. Dies sind normale Reaktionen, die meist innerhalb weniger Minuten wieder verschwinden. Selten können leichte allergische Reaktionen wie Übelkeit oder ein leichter Hautausschlag auftreten. Noch seltener können schwere allergische Reaktionen entstehen, in Tomografieeinheiten stehen jedoch jederzeit die notwendigen Medikamente und Geräte zur Behandlung solcher Situationen bereit.
Orales Kontrastmittel wird meist als verdünnte Flüssigkeit verabreicht und muss getrunken werden. Der Geschmack kann unangenehm sein, es ist jedoch für eine bessere Darstellung des Darms wichtig. Rektales Kontrastmittel wird gewöhnlich in Form eines Einlaufs verabreicht und bei Untersuchungen des Dickdarms eingesetzt.
Was geschieht während der Untersuchung?
Wenn Sie den Tomografieraum betreten, sehen Sie ein großes ringförmiges Gerät. In der Mitte dieses Rings befindet sich ein beweglicher Tisch, auf den Sie sich legen. Der Raum ist normalerweise kühl und die Betriebsgeräusche des Geräts können hörbar sein. Die Techniker geben Ihnen Anweisungen zur Positionierung und zum Luftanhalten. Während der Untersuchung können die Techniker Sie aus dem benachbarten Kontrollraum beobachten und mit Ihnen kommunizieren.
- Positionierung
Je nach zu untersuchender Körperregion werden Sie gebeten, sich in einer bestimmten Position auf den Tisch zu legen. Für eine Gehirn-CT müssen Sie beispielsweise auf dem Rücken liegen und den Kopf auf einem speziellen Kissen ablegen, während Sie für eine Bauch-CT möglicherweise die Arme über den Kopf heben müssen. Für klare Aufnahmen ist es sehr wichtig, in der richtigen Position bewegungslos zu bleiben. Um Ihren Komfort zu gewährleisten, können bei Bedarf spezielle Kissen, Stützen oder Gurte verwendet werden. Nach der Positionierung bewegt sich der Tisch langsam in den Ring hinein.
- Ablauf der Aufnahme
Nachdem der Tisch in den Ring gefahren ist, beginnt sich das Gerät um Sie herum zu drehen und Röntgenstrahlen auszusenden. Dabei können Sie Geräusche wie ein Summen oder Brummen hören. Bei modernen Geräten sind diese Geräusche jedoch relativ leise. Während der Aufnahme ist es sehr wichtig, vollkommen still zu liegen. Manchmal werden Sie aufgefordert, tief einzuatmen und die Luft anzuhalten. Dies ist insbesondere bei Untersuchungen des Brustkorbs und Bauchraums erforderlich, damit die Organe klar dargestellt werden können. Die Atemkommandos werden meistens über ein automatisches Sprachsystem gegeben: „Tief einatmen … Luft anhalten … Jetzt können Sie ausatmen.“
Die Dauer der Aufnahme hängt von der untersuchten Körperregion und dem verwendeten Gerät ab. Bei modernen Geräten kann eine einfache Gehirn-CT etwa 30 Sekunden dauern, während eine Ganzkörperuntersuchung mehrere Minuten in Anspruch nehmen kann. Wird Kontrastmittel verwendet, können manchmal zwei getrennte Aufnahmen vor und nach der Kontrastmittelgabe durchgeführt werden, wodurch sich die Gesamtdauer verlängert.
- Kommunikation und Komfort
Während der gesamten Aufnahme stehen Sie mit dem Techniker in Kontakt. Im Raum befindet sich ein Mikrofon- und Lautsprechersystem, sodass Sie den Techniker hören können und dieser auch Sie hören kann. Zusätzlich erhalten Sie einen Notfallknopf. Wenn Sie Beschwerden, Atemnot, Übelkeit oder Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, können Sie diesen Knopf drücken und die Untersuchung unterbrechen lassen. Für Patienten mit Platzangst können Möglichkeiten wie offen gestaltete Geräte oder die Gabe beruhigender Medikamente in Betracht gezogen werden.
Besondere Situationen und zu beachtende Punkte
- Schwangerschaft
Eine Schwangerschaft stellt im Allgemeinen eine Kontraindikation für eine Tomografie dar, da Röntgenstrahlen dem sich entwickelnden Fötus schaden können. Wenn Sie wissen, dass Sie schwanger sind, oder eine Schwangerschaft möglich ist, müssen Sie dies unbedingt im Voraus mitteilen. In Notfällen kann nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und mit der niedrigstmöglichen Strahlendosis dennoch eine Tomografie durchgeführt werden. Alternativ können strahlungsfreie Bildgebungsverfahren wie Ultraschall oder MRT bevorzugt werden.
- Kinder
Kinder reagieren empfindlicher auf Strahlung als Erwachsene, und aufgrund ihrer geringeren Körpergröße reicht für dieselbe Bildgebung eine niedrigere Strahlendosis aus. Deshalb werden bei CT-Untersuchungen von Kindern spezielle pädiatrische Protokolle angewendet. Je nach Alter und Zustand des Kindes kann eine Sedierung oder Vollnarkose erforderlich sein, damit es während der Untersuchung still bleibt. Eltern dürfen ihre Kinder in der Regel in den Untersuchungsraum begleiten, müssen jedoch eine Bleischürze tragen.
- Klaustrophobie
Für Patienten mit Platzangst kann eine Tomografie belastend sein. CT-Geräte sind jedoch offener gestaltet als MRT-Geräte, und die Untersuchungsdauer ist deutlich kürzer. Bei Patienten mit ausgeprägter Klaustrophobie kann dennoch vor dem Eingriff ein leichtes Beruhigungsmittel gegeben werden. Auch Entspannungstechniken wie das Schließen der Augen, das Denken an vertraute Musik oder Atemübungen können hilfreich sein.
Nach der Untersuchung
Nach Abschluss der Tomografie können Sie sofort zu Ihren normalen Aktivitäten zurückkehren. Wenn kein Kontrastmittel verwendet wurde, können Sie Ihren Alltag ohne Einschränkungen fortsetzen. Wurde Kontrastmittel gegeben, wird empfohlen, viel Wasser zu trinken, um die Ausscheidung aus dem Körper zu beschleunigen. Der venöse Zugang wird entfernt und die Einstichstelle für kurze Zeit komprimiert. Selten kann sich an der Einstichstelle ein kleiner Bluterguss bilden, der jedoch innerhalb weniger Tage von selbst verschwindet.
- Auswertung der Ergebnisse
Die Tomografiebilder werden von einem Radiologen ausgewertet und in einem Bericht zusammengefasst. Die Dauer der Befundung variiert je nach Einrichtung und Komplexität der Untersuchung, normalerweise liegen die Ergebnisse jedoch innerhalb von 24 bis 48 Stunden vor. In Notfällen können die Ergebnisse deutlich schneller, teilweise innerhalb weniger Minuten, beurteilt werden. Das Personal der Einrichtung informiert Sie darüber, wie Sie Ihre Ergebnisse erhalten. Einige Zentren stellen sie über Online-Systeme bereit, während andere einen schriftlichen Bericht und eine CD oder DVD aushändigen.
- Mögliche Nebenwirkungen
Die Tomografie selbst verursacht normalerweise keine Nebenwirkungen. Wurde jedoch ein Kontrastmittel verwendet, können bestimmte Nebenwirkungen auftreten. Zu den häufigsten gehören Schmerzen oder Blutergüsse an der Injektionsstelle, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen oder Schwindel. Diese Beschwerden verschwinden meistens innerhalb kurzer Zeit von selbst. Selten können verzögerte allergische Reaktionen auf das Kontrastmittel auftreten, die sich ein bis sieben Tage später zeigen. Sie äußern sich meist durch Hautausschlag, Juckreiz oder leichtes Fieber. Sehr viel seltener kann das Kontrastmittel die Nierenfunktion beeinträchtigen und eine sogenannte Kontrastmittelnephropathie verursachen. Dieses Risiko ist insbesondere bei Patienten mit bereits bestehender Nierenerkrankung, Diabetes oder höherem Lebensalter erhöht.
Wenn eines der folgenden Symptome auftritt, sollten Sie sofort medizinische Hilfe suchen: starker Hautausschlag oder Juckreiz, Schwellung von Gesicht, Lippen oder Hals, Atemnot, Brustschmerzen, schneller Herzschlag oder Ohnmachtsgefühl.
Anwendungsbereiche der Tomografie
Die Tomografie ist gewissermaßen die „sehende Hand“ der modernen Medizin. Indem sie selbst die tiefsten Bereiche unseres Körpers klar darstellt, ermöglicht sie Ärzten, Krankheiten zu diagnostizieren, Behandlungen zu planen und Ergebnisse zu beurteilen. In welchen Situationen und bei welchen Erkrankungen wird dieses leistungsfähige Diagnoseinstrument eingesetzt? Lassen Sie uns gemeinsam die Einsatzgebiete der Tomografie in den verschiedenen medizinischen Fachbereichen betrachten.
- Tomografie in der Notfallmedizin
In Notaufnahmen rettet eine schnelle und korrekte Diagnose Leben. Die Tomografie übernimmt in diesem Umfeld gewissermaßen die Rolle eines „Superhelden“. Insbesondere bei Traumapatienten kann sie innerhalb weniger Sekunden verborgene Verletzungen im Körper sichtbar machen. Stellen Sie sich einen Patienten mit Mehrfachverletzungen vor, der nach einem Verkehrsunfall bewusstlos und mit instabilen Vitalzeichen in die Notaufnahme gebracht wird. Liegt eine innere Blutung vor? Eine Hirnblutung? Ein Wirbelsäulenbruch? Eine Lungenverletzung? Die Tomografie ist die einzige Bildgebungsmethode, die all diese Fragen innerhalb weniger Minuten beantworten kann.
Bei diesem auch als „Trauma-CT“ bezeichneten Protokoll wird der gesamte Körper des Patienten vom Kopf bis zum Becken schnell untersucht. Dadurch können lebensbedrohliche Verletzungen rasch erkannt und die Reihenfolge der Behandlung festgelegt werden. Liegt beispielsweise eine Milzruptur vor, die eine sofortige Operation erfordert, kann der Patient direkt in den Operationssaal gebracht werden.
- Akute Bauchschmerzen
Bei einem Patienten, der mit starken Bauchschmerzen in die Notaufnahme kommt, kann die Diagnosestellung manchmal dem Lösen eines Rätsels gleichen. Handelt es sich um eine Blinddarmentzündung? Divertikulitis? Einen Nierenstein? Einen Darmverschluss? Einen Abszess im Bauchraum? Die Tomografie ist das wertvollste Instrument zur Lösung dieses Rätsels. Insbesondere eine kontrastmittelgestützte CT des Bauchraums liefert detaillierte Bilder der inneren Organe und erleichtert dadurch die richtige Diagnose.
Bei einem Patienten mit Verdacht auf Blinddarmentzündung kann die Tomografie beispielsweise zeigen, dass der Wurmfortsatz verdickt ist, das umliegende Gewebe entzündet ist und sich manchmal ein Kotstein darin befindet. Diese Befunde ermöglichen dem Chirurgen, eine Operationsentscheidung zu treffen. Bei einem Patienten mit einem Nierenstein können Größe und Lage des Steins sowie eine mögliche Verlegung der Harnwege eindeutig dargestellt werden. Diese Informationen sind für die Festlegung des Behandlungsansatzes von entscheidender Bedeutung.
- Brustschmerzen und Atemnot
Brustschmerzen und Atemnot gehören zu den häufigsten Beschwerden in Notaufnahmen und können Anzeichen potenziell lebensbedrohlicher Erkrankungen sein. Bei der Diagnose von Notfällen wie einer Lungenembolie, also einem Blutgerinnsel in den Lungengefäßen, einer Aortendissektion, also einem Riss der inneren Schicht der Hauptschlagader, oder einem Pneumothorax, also einem Kollaps der Lunge, gilt die Tomografie als Goldstandard.
Bei Verdacht auf eine Lungenembolie wird eine kontrastmittelgestützte CT-Angiografie des Brustkorbs durchgeführt. Während sich das Kontrastmittel im Gefäßsystem verteilt, erscheint ein vorhandenes Blutgerinnsel als Füllungsdefekt, also als Aussparung. Bei Verdacht auf eine Aortendissektion muss die gesamte Aorta untersucht werden. Die Tomografie zeigt den Riss in der Aortenwand und das entstandene „falsche Lumen“ deutlich. Diese Informationen ermöglichen dem Herz- und Gefäßchirurgen, über eine sofortige Operation zu entscheiden.
Tomografie in der Onkologie
Die Tomografie spielt bei der Diagnose und Verlaufskontrolle von Krebs eine zentrale Rolle. Von der ersten Erkennung des Tumors über die Stadieneinteilung und Therapieplanung bis zur Beurteilung des Behandlungserfolgs wird sie in jeder Phase des onkologischen Prozesses eingesetzt.
Die Stadieneinteilung einer Krebserkrankung ist der wichtigste Faktor für die Festlegung des Behandlungsplans. Die Tomografie ermöglicht eine Stadieneinteilung, indem sie Größe des Tumors, Ausbreitung in umliegende Gewebe und Fernmetastasen, also die Ausbreitung auf andere Organe, darstellt. Bei einem Patienten mit Lungenkrebs werden beispielsweise die Tumorgröße, die Ausbreitung auf mediastinale Lymphknoten und mögliche Metastasen in Organen wie Leber oder Gehirn mithilfe der Tomografie beurteilt. Diese Informationen bestimmen, ob der Patient für eine Operation, Chemotherapie oder Strahlentherapie geeignet ist.
- Lungenkrebsvorsorge
Lungenkrebs verursacht in frühen Stadien normalerweise keine Beschwerden, weshalb die Erkrankung bei vielen Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose bereits fortgeschritten ist. Screeningprogramme mit niedrig dosierter CT ermöglichen jedoch bei Risikopersonen, insbesondere langjährigen Rauchern, die Erkennung von Lungenkrebs in frühen Stadien. Studien haben gezeigt, dass solche Vorsorgeprogramme die lungenkrebsbedingte Sterblichkeit um bis zu 20 Prozent senken können.
Die Niedrigdosis-CT enthält weniger Strahlung als eine Standard-CT und ist bei der Erkennung von Knoten sehr empfindlich. Empfohlen wird eine jährliche Untersuchung für Personen zwischen 55 und 80 Jahren, die mindestens 30 Packungsjahre geraucht haben und noch rauchen oder innerhalb der vergangenen 15 Jahre aufgehört haben.
- Therapieplanung
Die Tomografie spielt auch bei der Planung einer Krebsbehandlung eine entscheidende Rolle. Vor einer Strahlentherapie werden detaillierte Tomografiebilder verwendet, damit die Strahlen präzise auf den Tumor gerichtet und gesunde Gewebe geschützt werden können. Vor einer Operation lassen sich mithilfe der Tomografie technische Einzelheiten und mögliche Schwierigkeiten des Eingriffs vorhersehen. Darüber hinaus wird die Tomografie bei Biopsien zur Führung eingesetzt, damit die Nadel genau in den Tumor eingebracht werden kann.
Tomografie bei neurologischen Erkrankungen
Bei der Diagnose von Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems ist die Tomografie häufig die Bildgebungsmethode der ersten Wahl. Insbesondere in Notfällen wird sie aufgrund der schnellen Ergebnisse gegenüber der MRT bevorzugt.
Der Schlaganfall gehört zu den wichtigsten neurologischen Notfällen, und es gilt der Grundsatz „Zeit ist Gehirn“. Die Unterscheidung zwischen einem ischämischen Schlaganfall infolge eines Gefäßverschlusses und einem hämorrhagischen Schlaganfall infolge einer Blutung verändert die Behandlung vollständig. Die CT kann diese Unterscheidung innerhalb weniger Sekunden treffen. Bei einem ischämischen Schlaganfall kann die CT in der Frühphase unauffällig sein oder nur leichte Veränderungen zeigen. Bei einem hämorrhagischen Schlaganfall ist die Blutung dagegen sofort sichtbar. Bei geeigneten Patienten mit ischämischem Schlaganfall kann eine thrombolytische Behandlung zur Auflösung des Blutgerinnsels durchgeführt werden. Bei einem hämorrhagischen Schlaganfall ist diese Behandlung jedoch kontraindiziert und kann lebensbedrohlich sein. Daher kann die korrekte Diagnose Leben retten.
- Akuter Schlaganfall
Bei der Diagnose eines ischämischen Schlaganfalls ist eine native Gehirn-CT die bevorzugte erste Bildgebungsmethode. Nachdem eine Blutung ausgeschlossen wurde, kann mithilfe einer CT-Angiografie das verschlossene Gefäß erkannt und mittels CT-Perfusion beurteilt werden, welches Hirngewebe noch gerettet werden kann. Diese Informationen helfen bei der Entscheidung über fortgeschrittene Behandlungsmöglichkeiten wie eine Thrombektomie, also die mechanische Entfernung des Blutgerinnsels.
Bei der Schlaganfallbehandlung ist das Konzept des „Zeitfensters“ von großer Bedeutung. Bei einem ischämischen Schlaganfall kann innerhalb der ersten 4,5 Stunden nach Beginn der Symptome eine thrombolytische Behandlung durchgeführt werden. Nach Ablauf dieser Zeit können die Risiken der Behandlung den Nutzen übersteigen. Fortschrittliche Bildgebungsverfahren wie die CT-Perfusion haben jedoch gezeigt, dass dieses Zeitfenster bei manchen Patienten auf bis zu 24 Stunden erweitert werden kann.
- Beurteilung von Kopfschmerzen
Nicht bei allen Kopfschmerzen ist eine Bildgebung erforderlich. Bei bestimmten „Warnzeichen“ kann jedoch eine Tomografie notwendig sein. Eine Gehirn-CT sollte bei Patienten durchgeführt werden, die plötzlich einsetzende starke Kopfschmerzen, den „schlimmsten Kopfschmerz ihres Lebens“, neurologische Ausfälle wie Schwäche oder Sprachstörungen, Bewusstseinsveränderungen, Fieber oder eine vorausgegangene Verletzung aufweisen.
Bei Verdacht auf eine Subarachnoidalblutung ist eine native Gehirn-CT die bevorzugte erste Bildgebungsmethode. Die Blutung erscheint in den Zisternen und Sulci als hyperdense, also weiße Struktur. Wenn die CT unauffällig ist, der klinische Verdacht jedoch weiterhin besteht, kann eine Lumbalpunktion durchgeführt werden.
Tomografie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Bei der Diagnose von Herz- und Gefäßerkrankungen wird die Tomografie zunehmend häufiger eingesetzt. Insbesondere die Koronar-CT-Angiografie ermöglicht eine nichtinvasive Beurteilung der Herzkranzgefäße.
- Koronare Herzkrankheit
Die Koronar-CT-Angiografie wird verwendet, um Verengungen und Plaques in den Koronararterien darzustellen. Besonders bei Patienten mit niedrigem bis mittlerem Risiko kann sie als Alternative zur invasiven Koronarangiografie bevorzugt werden. Während der Untersuchung werden schnelle Bilder des Herzens aufgenommen, während sich das Kontrastmittel in den Gefäßen verteilt, und dreidimensionale Rekonstruktionen erstellt.
Die Kalziumscore-Bestimmung ist eine spezielle CT-Technik, mit der Kalziumablagerungen in den Koronararterien gemessen werden. Der Kalziumscore zeigt das Vorliegen und den Schweregrad einer Arteriosklerose und hilft dabei, das Risiko zukünftiger kardiovaskulärer Ereignisse abzuschätzen. Bei Patienten mit einem hohen Kalziumscore können Lebensstiländerungen und vorbeugende Behandlungen konsequenter durchgeführt werden.
Erkrankungen des Bewegungsapparats
Bei Knochen- und Gelenkproblemen liefert die Tomografie detaillierte anatomische Informationen. Sie wird insbesondere bei komplexen Frakturen, Gelenkfrakturen und Wirbelsäulenerkrankungen bevorzugt.
- Wirbelsäulenerkrankungen
Bei der Diagnose von Wirbelsäulenerkrankungen wie Bandscheibenvorfällen im Lenden- oder Halsbereich, Spinalkanalstenosen und Wirbelbrüchen liefert die Tomografie wichtige Informationen. Besonders bei der Beurteilung knöcherner Strukturen ist sie der MRT überlegen. Vor einer Operation wird sie häufig verwendet, um die dreidimensionale Anatomie der Wirbelsäule darzustellen.
Bei einem Patienten mit lumbaler Spinalkanalstenose kann die CT beispielsweise eine Vergrößerung der Facettengelenke, eine Verdickung des Ligamentum flavum und Bandscheibenvorwölbungen zeigen. Diese Informationen helfen dem Chirurgen dabei, das Ausmaß der Dekompression, also der Druckentlastung, festzulegen.
- Magen-Darm-System
Bei Erkrankungen des Verdauungssystems ermöglicht die Tomografie eine umfassende Beurteilung. Sie wird häufig zur Diagnose von entzündlichen Darmerkrankungen, Darmverschlüssen, Divertikulitis, Pankreatitis und Lebererkrankungen eingesetzt.
Bei entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn wird ein spezielles Verfahren eingesetzt, das als CT-Enterografie bezeichnet wird. Dabei wird ein orales Kontrastmittel getrunken, um den Darm zu erweitern, und anschließend werden Erkrankungen wie Verdickungen der Dünndarmwand, Geschwüre, Fisteln und Abszesse beurteilt.
Bei Lebererkrankungen wird ein dreiphasiges Leber-CT-Protokoll angewendet. Dabei werden nach der Kontrastmittelgabe Bilder in der arteriellen Phase, der portalvenösen Phase und der Spätphase aufgenommen. Dadurch können Tumoren wie das hepatozelluläre Karzinom, gutartige Läsionen wie Hämangiome und diffuse Erkrankungen wie Leberzirrhose beurteilt werden.
- Urogenitalsystem
Bei der Beurteilung der Nieren, Harnblase und Fortpflanzungsorgane liefert die Tomografie wichtige Informationen. Sie wird häufig zur Diagnose von Nierensteinen, Harnwegsobstruktionen, Nierentumoren und gynäkologischen Erkrankungen eingesetzt.
Bei Verdacht auf einen Nierenstein gilt eine native CT-Urografie als Goldstandard der Bildgebung. Dabei erscheinen Steine als hyperdense, also weiße Strukturen, und ihre Größe, Lage sowie eine mögliche Verlegung der Harnwege werden beurteilt. Diese Informationen helfen dabei, die Wahrscheinlichkeit eines spontanen Steinabgangs einzuschätzen und den Behandlungsansatz wie ESWL, Ureteroskopie oder perkutane Nephrolithotomie festzulegen.
- Anwendung bei Kindern
Die Anwendung der Tomografie bei Kindern erfordert besondere Vorsicht, da Kinder empfindlicher auf Strahlung reagieren und ihr lebenslanges Krebsrisiko höher ist. Aus diesem Grund werden pädiatrische CT-Protokolle nach dem ALARA-Prinzip gestaltet, das für „As Low As Reasonably Achievable“, also eine so niedrige Dosis wie vernünftigerweise erreichbar, steht.
Bei Kindern wird die Tomografie normalerweise zur Beurteilung von Verletzungen, angeborenen Anomalien, Tumoren und Infektionen eingesetzt. Wann immer möglich, werden strahlungsfreie alternative Bildgebungsverfahren wie Ultraschall oder MRT bevorzugt.
Führung bei interventionellen Eingriffen
Die Tomografie wird nicht nur zur Diagnose, sondern auch zur Führung therapeutischer interventioneller Eingriffe eingesetzt. Unter CT-Kontrolle können Biopsien, Abszessdrainagen, Vertebroplastien und Radiofrequenzablationen durchgeführt werden.
Eine CT-gesteuerte Biopsie wird insbesondere bei tief gelegenen Läsionen bevorzugt. Während des Eingriffs wird die Biopsienadel mithilfe von CT-Bildern zur Läsion geführt und eine Gewebeprobe entnommen. Dadurch kann auf minimalinvasive Weise eine Diagnose gestellt und eine offene chirurgische Biopsie vermieden werden.
Die CT-gesteuerte Abszessdrainage wird bei der Behandlung tief gelegener Abszesse eingesetzt. Mithilfe der CT-Bilder wird ein Drainagekatheter in den Abszess eingeführt und der darin enthaltene Eiter abgeleitet. Dadurch kann die Infektion behandelt werden, ohne dass eine offene chirurgische Drainage erforderlich ist.
- Kontrolle und Nachsorge
Die Tomografie spielt auch bei der Nachsorge nach einer Behandlung eine wichtige Rolle. Insbesondere bei Krebspatienten werden in regelmäßigen Abständen Tomografien durchgeführt, um das Ansprechen auf die Behandlung zu beurteilen und ein Rezidiv, also ein Wiederauftreten, zu erkennen.
Bei der Beurteilung des Ansprechens nach einer Krebsbehandlung werden standardisierte Kriterien wie RECIST, die Response Evaluation Criteria in Solid Tumors, verwendet. Nach diesen Kriterien werden Veränderungen der Tumorgröße gemessen und als vollständiges Ansprechen, teilweises Ansprechen, stabile Erkrankung oder fortschreitende Erkrankung eingestuft.
Screeningprogramme
Zur Früherkennung bestimmter Erkrankungen werden tomografische Screeningprogramme durchgeführt. Beispiele hierfür sind die Lungenkrebsvorsorge, CT-Kolonografie und kardiologische Screeningprogramme.
Die CT-Kolonografie, auch virtuelle Koloskopie genannt, ist eine Screeningmethode zur Erkennung von Dickdarmpolypen und Darmkrebs. Sie kann insbesondere bei Patienten, bei denen eine konventionelle Koloskopie nicht durchgeführt oder nicht abgeschlossen werden kann, als Alternative bevorzugt werden. Während der Untersuchung wird der Darm mit Luft erweitert und es werden dünnschichtige CT-Bilder aufgenommen. Aus diesen Bildern werden dreidimensionale Rekonstruktionen erstellt, mit denen die Innenfläche des Dickdarms beurteilt wird.
Obwohl die Einsatzgebiete der Tomografie sehr umfangreich sind, ist nicht in jeder Situation eine Tomografie erforderlich. Ihr Arzt wird unter Berücksichtigung der möglichen Vorteile und Risiken die für Ihre Situation am besten geeignete Bildgebungsmethode auswählen. Entscheidend ist, dass die Tomografie bei der richtigen Indikation und zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt wird. Dadurch wird unnötige Strahlenbelastung vermieden und gleichzeitig in möglichst kurzer Zeit die richtige Diagnose gestellt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Tomografie (CT) und wie funktioniert sie?
Warum wird eine Computertomografie durchgeführt?
Wie wird eine Computertomografie durchgeführt?
Wie lange dauert eine Tomografie?
Welche Erkrankungen können mit einer Tomografie erkannt werden?
Was ist eine kontrastmittelgestützte Tomografie und warum wird sie durchgeführt?
Was ist der Unterschied zwischen Tomografie und MRT?
Was ist vor einer Tomografie zu beachten?
Wann liegen die Ergebnisse einer Tomografie vor?
Wann sollte für eine Computertomografie ein Arzt aufgesucht werden?

Prof. Dr. Murat Demirel, 1974 yılında Ankara’da doğmuş, 1998 yılında Ankara Üniversitesi Tıp Fakültesi’nden mezun olmuştur. Aynı yıl Ankara Numune Eğitim ve Araştırma Hastanesi 1. Ortopedi ve Travmatoloji Kliniği’nde uzmanlık eğitimine başlamış ve 2004 yılında Ortopedi ve Travmatoloji Uzmanı unvanını almıştır. Uzmanlık sonrası dönemde kas-iskelet sistemi hastalıklarının cerrahi ve konservatif tedavilerine odaklanmış, yenilikçi ortopedik yaklaşımları klinik pratiğine entegre etmiştir.
Omuz, diz, kalça ve ayak bileği eklemlerine yönelik ileri düzey cerrahi uygulamalarda uzmanlaşan Prof. Dr. Demirel; omuz artroskopisi, diz protezi, robotik cerrahi, kök hücre tedavisi ve PRP uygulamaları konularında deneyim sahibidir. Güncel ortopedi pratiğinde fonksiyonel sonuçları artıran minimal invaziv ve biyolojik tedavi yöntemlerini önceliklendirmektedir.
Halen Ankara’daki özel kliniğinde ortopedi ve travmatoloji alanında hasta kabul eden Prof. Dr. Murat Demirel, ileri görüntüleme teknolojileri ve multidisipliner yaklaşımla kişiye özel tedavi planları oluşturmaktadır. Cerrahi ve rejeneratif ortopediyi birleştiren vizyoner yaklaşımıyla, hareket sistemi hastalıklarının tedavisinde yaşam kalitesini merkeze alan modern çözümler sunmaktadır.

