Außenmeniskusriss, eine Verletzung des Meniskusgewebes im Kniegelenk, das für die Lastverteilung verantwortlich ist. Er entsteht meist durch plötzliche Drehbewegungen, Sportverletzungen oder Traumata.
Zu den Symptomen gehören Knieschmerzen, Schwellungen, Blockierungsgefühl und Bewegungseinschränkungen. Diese Beschwerden können alltägliche Aktivitäten erschweren und unbehandelt zu einer Gelenkdegeneration führen.
Zur Diagnosestellung werden die klinische Untersuchung und die Magnetresonanztomografie eingesetzt. Die MRT zeigt Art und Ausmaß des Risses eindeutig und ist wichtig für die Entscheidung, ob ein chirurgischer Eingriff erforderlich ist.
Die Behandlung richtet sich nach der Größe des Risses und dem Alter des Patienten. Sie kann Physiotherapie, Medikamente oder eine arthroskopische Meniskusreparatur umfassen.
| Was Sie wissen sollten | Information |
| Name der Erkrankung | Außenmeniskusriss |
| Definition | Eine Gelenkverletzung, die durch einen Riss des äußeren (lateralen) Meniskus zwischen Ober- und Unterschenkelknochen infolge eines Traumas oder einer Überbelastung entsteht. |
| Ursachen | Plötzliche Dreh- oder Beugebewegungen, Trauma, Sportverletzungen, plötzliche Belastung des Knies, altersbedingte Degeneration |
| Bei wem tritt sie auf? | Sportler, junge aktive Personen, Menschen mit körperlich schwerer Arbeit sowie ältere Menschen infolge degenerativer Veränderungen |
| Symptome | Knieschmerzen, Schwellung, Bewegungseinschränkung, Blockierungs- oder Einklemmgefühl, Schwierigkeiten beim Gehen, Knackgeräusche im Gelenk |
| Diagnosemethoden | Klinische Untersuchung (McMurray- und Apley-Test), Magnetresonanztomografie (MRT), in seltenen Fällen Arthroskopie |
| Rissarten | Längs-, Radial-, Horizontal-, Lappen- und komplexe Risse |
| Behandlungsmethoden | Ruhe, Kälteanwendung, elastischer Verband, Hochlagerung des Beins, Schmerzmittel, Physiotherapie sowie bei fortgeschrittenen oder großen Rissen arthroskopische Operation |
| Physiotherapie | Muskelkräftigung, Verbesserung des Bewegungsumfangs, Gleichgewichts- und Propriozeptionstraining |
| Genesungsprozess | Kleine Risse können unter konservativer Behandlung innerhalb weniger Wochen ausheilen, nach einer Operation kann die vollständige Genesung mehrere Monate dauern. |
| Komplikationen | Unbehandelt oder unzureichend behandelt können chronische Schmerzen, Gelenkinstabilität, Knorpelschäden und Bewegungseinschränkungen des Knies auftreten. |
| Vorbeugende Maßnahmen | Aufwärmen vor dem Sport, Kräftigung der kniegelenksnahen Muskulatur, Vermeidung plötzlicher Bewegungen, geeignetes Schuhwerk |
Yazı İçeriği
Was ist der Außenmeniskus und warum ist er für unser Knie so wichtig?
Das Kniegelenk kann man sich wie ein Scharnier vorstellen, an dem zwei große Knochen – der Oberschenkelknochen (Femur) und das Schienbein (Tibia) – zusammentreffen. Die Gelenkflächen dieser beiden Knochen passen jedoch nicht perfekt zueinander. An dieser Stelle kommen die Menisken ins Spiel. In jedem Knie befinden sich zwischen diesen beiden Knochen zwei halbmondförmige Knorpelstrukturen – eine innen und eine außen. Der Außenmeniskus befindet sich, wie der Name bereits sagt, an der Außenseite des Knies.
Warum ist dieses kleine Knorpelstück so wichtig? Die Aufgaben des Außenmeniskus lassen sich in mehreren Punkten zusammenfassen. Zunächst ist er einer der wichtigsten Lastträger unseres Körpers. Er übernimmt allein etwa 70 % der Belastung auf der Außenseite des Knies. Dies erreicht er, indem er den vertikal einwirkenden Druck gleichmäßig nach außen verteilt. Man kann sich dies wie die Metallreifen eines Holzfasses vorstellen. Ohne diese Reifen würden die Holzbretter bereits bei geringem Druck auseinanderfallen. Dank seiner speziellen Faserstruktur verteilt der Außenmeniskus die Belastungen ebenso wie diese Reifen auf die Umgebung und verhindert so, dass die Knochen direkt aufeinander treffen. Durch diese sogenannte „Ringzugfunktion“ bleiben die Knorpeloberflächen geschützt.
Seine zweite wichtige Aufgabe besteht in der Stoßdämpfung. Beim Gehen, Laufen oder Springen wirkt er wie der Stoßdämpfer eines Autos und absorbiert die auftretenden Belastungen. Ohne diese Polsterfunktion würde unser Gelenkknorpel bei jedem Schritt mikroskopisch kleine Schäden erleiden. Mit der Zeit würden sich diese Schäden summieren und zu einem irreversiblen Verschleiß des Kniegelenks, also zu Arthrose, führen.
Ein wesentliches Merkmal, das den Außenmeniskus vom Innenmeniskus unterscheidet, ist seine größere Beweglichkeit. Da er lockerer mit der Gelenkkapsel verbunden ist, kann er sich beim Beugen des Knies leichter mit den Knochen mitbewegen. Diese Beweglichkeit schützt ihn einerseits vor dem Einklemmen und Einreißen, macht ihn andererseits jedoch bei bestimmten Drehbewegungen empfindlicher.
Um das Heilungspotenzial des Meniskus zu verstehen, ist auch seine Blutversorgung entscheidend. Nur der äußere, der Gelenkkapsel am nächsten gelegene Bereich des Meniskus (etwa 10–25 %) ist gut durchblutet. Dieser Abschnitt wird als „rote Zone“ bezeichnet, und Risse in diesem Bereich haben gute Heilungschancen. Je weiter man nach innen gelangt, desto geringer wird die Blutversorgung. Der größte Teil des Meniskus besteht aus der sogenannten „weißen Zone“, die keine Blutgefäße enthält. Risse in diesem Bereich können praktisch nicht von selbst heilen. Genau diese Durchblutungskarte ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Entscheidung, ob ein Meniskus genäht oder teilweise entfernt werden sollte.
Was ist ein Außenmeniskusriss?
Ein Außenmeniskusriss ist eine Verletzung des äußeren (lateralen) Meniskus im Kniegelenk. Die Menisken sind halbmondförmige Knorpelstrukturen, die im Knie als Stoßdämpfer wirken. Der Außenmeniskus kann insbesondere durch plötzliche Drehbewegungen, Sportverletzungen oder altersbedingte Degeneration reißen. Dies äußert sich durch Schmerzen, Schwellungen, ein Blockierungsgefühl oder Bewegungseinschränkungen im Knie. Die Behandlung richtet sich nach Art und Schwere des Risses und kann Physiotherapie oder eine Operation umfassen.
Welche Ursachen führen zu einem Außenmeniskusriss?
Außenmeniskusrisse entstehen im Wesentlichen in zwei unterschiedlichen Situationen. Diese hängen meist eng mit dem Alter und Lebensstil des Patienten zusammen.
- Die erste Form sind traumatische Risse. Sie treten meist bei jungen, aktiven und sportlich tätigen Menschen (überwiegend unter 40 Jahren) auf. Der Riss entsteht durch eine plötzliche Bewegung unter Belastung des Knies. Typische Verletzungsmechanismen sind beispielsweise eine schnelle Drehbewegung beim Fußballschuss, eine unsichere Landung nach einem Sprung beim Basketball oder eine unkontrollierte Verdrehung des Knies beim Skifahren. Diese Risse beginnen meist mit starken Schmerzen und treten häufig zusammen mit Verletzungen anderer wichtiger Strukturen des Knies, wie beispielsweise des vorderen Kreuzbandes, auf.
- Das zweite Szenario sind degenerative Risse. Diese treten häufiger bei Menschen über 40 Jahren auf. Die Ursache ist hierbei meist keine plötzliche Verletzung, sondern der allmähliche Verschleiß des Meniskusgewebes im Laufe der Jahre, wodurch es an Elastizität und Belastbarkeit verliert. Der geschwächte Meniskus kann bereits durch eine sehr einfache Bewegung reißen. Patienten berichten häufig: „Ich bin nur in die Hocke gegangen und wieder aufgestanden“ oder „Beim Treppensteigen hat sich mein Knie verdreht.“ Manchmal erinnern sie sich sogar an kein konkretes Verletzungsereignis. Diese Risse entwickeln sich meist im Zusammenhang mit einem bereits bestehenden Knorpelverschleiß (Arthrose).
Gibt es unterschiedliche Arten von Außenmeniskusrissen?
Ja, Meniskusrisse treten nicht immer in derselben Form auf. Verlauf, Richtung und Lage des Risses bestimmen unmittelbar seine Auswirkungen auf das Knie und die Behandlungsmöglichkeiten. Bei der Operationsplanung berücksichtigen wir diese unterschiedlichen Rissformen. Zu den häufigsten Arten eines Außenmeniskusrisses gehören:
- Längsriss
- Henkelriss
- Radialriss
- Horizontalriss
- Lappenriss
- Komplexer Riss
Längsrisse verlaufen parallel zu den Meniskusfasern und eignen sich in der Regel am besten für eine Naht. Vergrößert sich ein solcher Riss und verschiebt sich, kann er sich wie der Henkel eines Eimers in die Gelenkmitte legen und als sogenannter Henkelriss eine Blockierung des Knies verursachen. Radialrisse durchtrennen dagegen die ringförmigen Fasern, die für die Lastübertragung verantwortlich sind. Sie gelten daher als biomechanisch besonders ungünstig und können den Meniskus funktionsunfähig machen. Horizontale, Lappen- und komplexe Risse treten dagegen meist bei stärker verschlissenem, degenerativ verändertem Meniskusgewebe auf und sind schwieriger zu reparieren.
Welche Symptome verursacht ein Außenmeniskusriss?
Die Beschwerden eines Außenmeniskusrisses können je nach Größe, Art und Lage des Risses unterschiedlich ausfallen. Dennoch gibt es typische Symptome, mit denen sich die meisten Patienten vorstellen. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:
- Schmerzen an der Außenseite des Knies
- Zunehmende Schmerzen beim Hocken oder Drehen
- Einklemmgefühl im Knie
- Blockierung des Knies in einer bestimmten Stellung
- Knack- oder Klickgeräusche während der Bewegung
- Schwellung innerhalb von 24–48 Stunden nach der Verletzung
- Unfähigkeit, das Knie vollständig zu strecken
- Schwierigkeiten beim Beugen des Knies
- Schmerzen und Probleme beim Treppensteigen
- Gefühl von Instabilität oder plötzlichem Wegknicken des Knies
Bereits eines oder mehrere dieser Symptome – insbesondere nach einer Verletzung – können auf einen Außenmeniskusriss hinweisen. Mechanische Beschwerden wie eine Blockierung sprechen häufig für einen größeren und instabilen Riss, der eine operative Behandlung erforderlich machen kann.
Welche Methoden werden zur Diagnose eines Außenmeniskusrisses eingesetzt?
Eine korrekte und vollständige Diagnose gleicht dem Zusammensetzen eines Puzzles. Anstatt sich auf eine einzige Methode zu verlassen, werden verschiedene Informationen miteinander kombiniert, um das Gesamtbild zu erhalten. Die Diagnose eines Außenmeniskusrisses erfolgt grundsätzlich in drei Schritten.
- Ausführliche Anamnese
- Umfassende körperliche Untersuchung
- Magnetresonanztomografie (MRT)
Der Diagnoseprozess beginnt mit einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten. Angaben zum Beginn und Ort der Schmerzen, zum Verletzungsmechanismus, zu Bewegungen, die die Beschwerden verstärken, sowie zu mechanischen Symptomen wie Blockierungen liefern erste wichtige Hinweise.
Im Anschluss folgt die körperliche Untersuchung, mit der der Verdacht weiter erhärtet wird. Dabei wird insbesondere entlang des äußeren Gelenkspalts auf Druckschmerz untersucht – ein sehr zuverlässiger Befund. Zusätzlich werden spezielle Tests wie der McMurray- und der Apley-Test durchgeführt, bei denen das Knie kontrolliert bewegt wird, um festzustellen, ob ein gerissenes Meniskusfragment Schmerzen oder Blockierungen verursacht. Gleichzeitig können auch die Kreuzbänder und die allgemeine Stabilität des Kniegelenks beurteilt werden.
Der letzte Schritt ist in der Regel die Magnetresonanztomografie (MRT). Sie stellt alle Weichteilstrukturen des Knies einschließlich der Menisken detailliert dar und ist schmerzfrei sowie strahlenfrei. Die Genauigkeit bei der Erkennung eines Außenmeniskusrisses ist sehr hoch und ermöglicht eine präzise Beurteilung von Lage, Art und Größe des Risses. Dennoch ist auch die MRT nicht unfehlbar. Insbesondere bei akuten Verletzungen des vorderen Kreuzbandes kann eine ausgeprägte Schwellung die Erkennung eines Meniskusrisses erschweren. Deshalb werden MRT-Befunde stets zusammen mit den Angaben des Patienten und den Ergebnissen der körperlichen Untersuchung bewertet.
Erfordert jeder Außenmeniskusriss eine Operation?
Dies ist eine der häufigsten Fragen unserer Patienten, und die Antwort lautet eindeutig: Nein, nicht jeder Außenmeniskusriss muss operiert werden. Nach heutigem orthopädischem Verständnis ist insbesondere bei bestimmten Rissformen eine konservative Behandlung die erste und sinnvollste Wahl.
Für eine nichtoperative Behandlung eignen sich vor allem degenerative Meniskusrisse bei Patienten mittleren oder höheren Alters, die sich ohne akutes Trauma entwickelt haben. Liegen keine ausgeprägten mechanischen Beschwerden wie Blockierungen vor und zeigt die MRT bereits erste Anzeichen einer Arthrose, sollte zunächst immer eine konservative Therapie versucht werden. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass eine Meniskusoperation in dieser Patientengruppe keine besseren Ergebnisse liefert als ein gut strukturiertes Physiotherapieprogramm. Dies deutet darauf hin, dass die Schmerzen häufig eher auf die zugrunde liegende Arthrose als auf den Meniskusriss selbst zurückzuführen sind.
Ein erfolgreiches konservatives Behandlungskonzept umfasst folgende Maßnahmen:
- Strukturierte und individuell angepasste Physiotherapie
- Kälteanwendungen und Schonung, insbesondere in der akuten Phase
- Entzündungshemmende Medikamente zur Schmerz- und Entzündungskontrolle
- Kräftigungsübungen für den Quadrizeps und die Hüftmuskulatur
- Übungen zum Erhalt des Bewegungsumfangs
- Gleichgewichts- und Propriozeptionstraining
- Bei Bedarf intraartikuläre Injektionen, beispielsweise Kortison oder Hyaluronsäure
Ziel dieses Programms ist es, die Muskulatur rund um das Knie zu stärken, die Gelenkbelastung zu reduzieren, Schmerzen zu kontrollieren und die Funktion des Knies bestmöglich wiederherzustellen. Bereits nach vier bis acht Wochen Physiotherapie kommt es bei den meisten Patienten zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden. Besonders bei degenerativen Meniskusrissen ist die Vermeidung unnötiger Operationen ein wichtiger Beitrag zum langfristigen Erhalt der Kniegesundheit.
Wann und wie wird ein Außenmeniskus operiert?
Eine operative Behandlung wird in Betracht gezogen, wenn konservative Maßnahmen keinen Erfolg bringen, mechanische Beschwerden wie Blockierungen die Lebensqualität erheblich einschränken oder bei jungen, aktiven Patienten große und instabile traumatische Risse vorliegen. Das Grundprinzip der modernen Meniskuschirurgie lautet: den Meniskus möglichst vollständig erhalten. Denn je mehr Meniskusgewebe verloren geht, desto höher ist langfristig das Risiko einer Kniearthrose.
Außenmeniskusoperationen werden nahezu immer arthroskopisch, also minimalinvasiv, durchgeführt. Dabei werden über wenige etwa fünf Millimeter große Hautschnitte eine Kamera und spezielle Operationsinstrumente in das Knie eingeführt. Die Kamera ermöglicht eine hochauflösende Darstellung des Gelenks auf einem Monitor, sodass der gesamte Eingriff unter direkter Sicht erfolgt. Im Vergleich zur offenen Operation verursacht die Arthroskopie deutlich weniger Gewebeschäden, geringere postoperative Schmerzen, eine schnellere Genesung und bessere kosmetische Ergebnisse.
Während der Operation bestehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten: die teilweise Entfernung des gerissenen Meniskusanteils (partielle Meniskektomie) oder die Naht des Meniskus (Meniskusrekonstruktion). Welche Methode gewählt wird, hängt vom Alter des Patienten, seinem Aktivitätsniveau, der Art und Lage des Risses sowie insbesondere davon ab, ob sich der Riss in der gut durchbluteten „roten Zone“ befindet.
Was sind die grundlegenden Unterschiede zwischen Meniskusnaht und partieller Meniskektomie?
Diese beiden chirurgischen Verfahren unterscheiden sich grundlegend hinsichtlich ihrer Philosophie, ihres Ziels und ihrer langfristigen Ergebnisse. Während das eine Verfahren das Problem beseitigen soll, zielt das andere darauf ab, die ursprüngliche Struktur zu erhalten. Die wichtigsten Unterschiede sind:
Partielle Meniskektomie:
- Kandidaten: Risse in der schlecht durchbluteten „weißen Zone“, degenerative Risse mit schlechter Gewebequalität oder komplexe, nicht reparierbare Risse.
- Ziel: Entfernung ausschließlich des instabilen und schmerzhaften Meniskusanteils bei Erhalt eines stabilen Meniskusrandes.
- Rehabilitation: Sehr schnell. Meist ist eine Vollbelastung unmittelbar nach der Operation möglich, Bewegungseinschränkungen bestehen in der Regel nicht.
- Langzeitergebnis: Kurzfristig werden Schmerzen und mechanische Beschwerden rasch beseitigt. Langfristig steigt jedoch durch den Verlust von Meniskusgewebe das Risiko einer Arthrose.
Meniskusnaht:
- Kandidaten: Vor allem junge und aktive Patienten mit gut durchbluteten Rissen der „roten Zone“, insbesondere Längs- und Henkelrissen.
- Ziel: Wiederherstellung der Meniskuskontinuität durch spezielle Nähte und Erhalt der ursprünglichen Funktion.
- Rehabilitation: Langsamer und schützender Verlauf. Meist sind vier bis sechs Wochen Teilbelastung oder Entlastung sowie Bewegungseinschränkungen erforderlich. Eine Knieorthese ist notwendig.
- Langzeitergebnis: Bei erfolgreicher Heilung stellt dies die optimale Lösung dar, da die Meniskusfunktion erhalten bleibt und das Knie besser vor Arthrose geschützt wird. Allerdings besteht das Risiko einer unvollständigen Heilung oder eines erneuten Risses.
Wie verläuft die Genesung nach einer Außenmeniskusoperation?
Der Erfolg der Operation hängt nicht nur von der chirurgischen Technik, sondern ebenso von einem konsequent durchgeführten Rehabilitationsprogramm ab. Je nach Art des Eingriffs unterscheiden sich Heilungsverlauf und Nachbehandlung erheblich. Das Verständnis dieser Unterschiede ist für realistische Erwartungen und eine gute Therapietreue entscheidend.
Nach einer partiellen Meniskektomie:
- Sofortige Vollbelastung
- Keine Bewegungseinschränkung
- Meist keine Knieorthese erforderlich
- Schnelle Rückkehr in den Alltag
- Rückkehr zum Sport nach etwa sechs bis acht Wochen
Nach einer Meniskusnaht:
- Vier bis sechs Wochen keine oder nur eingeschränkte Belastung
- Vier bis sechs Wochen Bewegungseinschränkung, insbesondere keine tiefe Kniebeugung
- Verpflichtendes Tragen einer Scharnierorthese für vier bis sechs Wochen
- Langsamere Rückkehr in den Alltag
- Rückkehr zum Sport frühestens nach vier bis sechs Monaten
Wie ersichtlich, erfordert die Heilungsphase nach einer Meniskusnaht deutlich mehr Geduld und Sorgfalt. Ziel dieser Einschränkungen ist es, den Nähten ausreichend Zeit zum Einheilen zu geben und die empfindliche Reparaturzone vor übermäßiger Belastung zu schützen. Die konsequente Einhaltung dieser Vorgaben ist entscheidend für den langfristigen Erfolg der Operation.
Welche biologischen und innovativen Ansätze gibt es bei der Behandlung eines Außenmeniskusrisses?
Die Orthopädie entwickelt kontinuierlich neue Behandlungsmöglichkeiten, insbesondere für junge Patienten mit schwer reparierbaren oder weitgehend verlorenen Menisken. Diese innovativen Verfahren verfolgen nicht mehr ausschließlich das Ziel, Gewebe zu entfernen oder zu nähen, sondern sollen die Regeneration fördern und die körpereigenen Heilungskräfte aktivieren. Zu den wichtigsten Entwicklungen gehören:
- Meniskustransplantation (Allograft-Transplantation): Transplantation eines passenden Meniskus von einem verstorbenen Spender bei jungen Patienten mit nahezu vollständigem Meniskusverlust.
- Synthetische Meniskus-Scaffolds: Bei teilweisem Meniskusverlust werden resorbierbare Kollagen- oder Polymergerüste eingesetzt, die als Gerüst für die Neubildung körpereigenen Gewebes dienen.
- Plättchenreiches Plasma (PRP): Während der Meniskusnaht wird plättchenreiches Plasma aus dem Eigenblut des Patienten in den Riss eingebracht. Dadurch kann die biologische Heilung unterstützt und die Erfolgswahrscheinlichkeit der Naht erhöht werden.
- Stammzelltherapien: Ein vielversprechender, jedoch noch in der Forschung befindlicher Ansatz, bei dem Stammzellen aus Knochenmark oder Fettgewebe genutzt werden, um die Regeneration des Meniskusgewebes zu fördern.
Diese biologischen und innovativen Behandlungsmöglichkeiten werden in Zukunft voraussichtlich eine immer größere Rolle bei der Therapie von Meniskusverletzungen spielen und vielen Patienten neue Chancen auf den langfristigen Erhalt ihrer Kniegesundheit eröffnen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Ursachen führen am häufigsten zu einem Außenmeniskusriss?
Welche Beschwerden beeinträchtigen den Alltag bei einem Außenmeniskusriss am stärksten?
Wie wird ein Außenmeniskusriss diagnostiziert und welche bildgebenden Verfahren kommen zum Einsatz?
Kann ein Außenmeniskusriss ohne Operation behandelt werden?
Wann wird bei einem Außenmeniskusriss eine Operation empfohlen?
Welche Operationsmethoden werden bei einem Außenmeniskusriss angewendet?
Wie lange dauert die Genesung nach einer Außenmeniskusoperation?
Welche Komplikationen können auftreten, wenn ein Außenmeniskusriss unbehandelt bleibt?
Wie kann einem Außenmeniskusriss vorgebeugt werden?
Wann sollte bei einem Außenmeniskusriss ein Orthopäde aufgesucht werden?
Quellenverzeichnis
https://my.clevelandclinic.org/health/diseases/17219-torn-meniscus
https://www.bupa.co.uk/health-information/knee-pain/meniscal-tear

Prof. Dr. Murat Demirel, 1974 yılında Ankara’da doğmuş, 1998 yılında Ankara Üniversitesi Tıp Fakültesi’nden mezun olmuştur. Aynı yıl Ankara Numune Eğitim ve Araştırma Hastanesi 1. Ortopedi ve Travmatoloji Kliniği’nde uzmanlık eğitimine başlamış ve 2004 yılında Ortopedi ve Travmatoloji Uzmanı unvanını almıştır. Uzmanlık sonrası dönemde kas-iskelet sistemi hastalıklarının cerrahi ve konservatif tedavilerine odaklanmış, yenilikçi ortopedik yaklaşımları klinik pratiğine entegre etmiştir.
Omuz, diz, kalça ve ayak bileği eklemlerine yönelik ileri düzey cerrahi uygulamalarda uzmanlaşan Prof. Dr. Demirel; omuz artroskopisi, diz protezi, robotik cerrahi, kök hücre tedavisi ve PRP uygulamaları konularında deneyim sahibidir. Güncel ortopedi pratiğinde fonksiyonel sonuçları artıran minimal invaziv ve biyolojik tedavi yöntemlerini önceliklendirmektedir.
Halen Ankara’daki özel kliniğinde ortopedi ve travmatoloji alanında hasta kabul eden Prof. Dr. Murat Demirel, ileri görüntüleme teknolojileri ve multidisipliner yaklaşımla kişiye özel tedavi planları oluşturmaktadır. Cerrahi ve rejeneratif ortopediyi birleştiren vizyoner yaklaşımıyla, hareket sistemi hastalıklarının tedavisinde yaşam kalitesini merkeze alan modern çözümler sunmaktadır.

