Prolotherapie ist eine regenerative Injektionstherapie, die mit dem Ziel angewendet wird, chronische Schmerzen in Bändern, Sehnen und Gelenkgeweben zu reduzieren und die Gewebeheilung zu unterstützen. Durch die Injektion bestimmter Lösungen in geschwächte Bindegewebe wird der natürliche Reparaturprozess des Körpers angeregt und eine Stärkung der Gewebe angestrebt.
Die Prolotherapie wird insbesondere bei Patienten mit chronischen Schmerzen im unteren Rücken, Nacken, Knie, in der Schulter und in den Gelenken als unterstützende Methode eingesetzt. Diese Methode, die bei Sportverletzungen, Bandlockerungen und Sehnenschäden bevorzugt wird, zielt darauf ab, durch die Erzeugung einer kontrollierten Heilungsreaktion im Gewebe die Stabilität und Funktion zu verbessern.
Die Durchführung der Prolotherapie erfolgt unter sterilen klinischen Bedingungen, nachdem das Zielgewebe anatomisch bestimmt wurde. Vom Arzt vorbereitete Lösungen mit irritierenden Inhaltsstoffen werden mit feinen Nadeln in die Bereiche der Bänder und Sehnen injiziert. Die Behandlung wird gewöhnlich in mehreren Sitzungen geplant und entsprechend dem klinischen Zustand des Patienten terminiert.
Im Rahmen der Frage, für wen die Prolotherapie geeignet ist, kann diese Methode bei Patienten mit chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates, festgestellter Band- und Sehnenschwäche oder bei der Suche nach einer nichtoperativen Behandlung in Betracht gezogen werden. Bei Personen mit aktiven Infektionen, bestimmten systemischen Erkrankungen oder Gerinnungsstörungen wird die Anwendung sorgfältig geplant.
| Was Sie wissen sollten | Information |
| Was ist Prolotherapie? | Die Prolotherapie ist eine injektionsbasierte Behandlungsmethode, die bei chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates und bei Schwächen des Bindegewebes eingesetzt wird. Ziel ist es, geschädigte oder gelockerte Bänder, Sehnen und Gelenkstrukturen durch die Erzeugung einer kontrollierten Reizung erneut zu einem Reparaturprozess anzuregen. |
| Grundlegender Wirkmechanismus | Die injizierte Lösung, die häufig Dextrose enthält, erzeugt im Gewebe eine leichte Entzündungsreaktion. Diese Reaktion steigert die Durchblutung des Bereichs und regt die Aktivierung der Fibroblasten sowie die Kollagenproduktion an. Dadurch soll das Band- und Sehnengewebe gestärkt werden. |
| Bei welchen Beschwerden wird sie angewendet? | Sie kann bei chronischen Rücken- und Nackenschmerzen, Kniearthrose, Schulter- und Hüftschmerzen, Tennisellenbogen, Achillessehnenentzündung, Bandlockerung, nach Sportverletzungen nicht abheilenden Schmerzen und Funktionsstörungen des Iliosakralgelenks angewendet werden. |
| Bei wem kann sie angewendet werden? | Sie kann bei Patienten mit chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates, unzureichendem Ansprechen auf konservative Behandlungen wie Medikamente oder Physiotherapie sowie bei Band- und Sehnenproblemen angewendet werden, die keinen chirurgischen Eingriff erfordern. |
| Bei wem wird sie nicht angewendet? | Bei Personen mit aktiver Infektion, Hautinfektion im Injektionsbereich, unkontrolliertem Diabetes, Blutungsstörungen, stark unterdrücktem Immunsystem sowie bei Schwangeren muss die Anwendung sorgfältig geprüft werden. |
| Art der Anwendung | Die Behandlung wird unter sterilen Bedingungen und gewöhnlich ambulant durchgeführt. Mit feinen Nadeln werden in bestimmten Abständen Injektionen in die problematischen Bänder, Sehnen oder die Gelenkumgebung vorgenommen. Die Sitzungen werden gewöhnlich im Abstand von zwei bis sechs Wochen geplant. |
| Verwendete Lösungen | Am häufigsten wird eine hypertone Dextroselösung verwendet. Bei einigen Anwendungen können örtliche Betäubungsmittel oder unterschiedliche biologische Wirkstoffe hinzugefügt werden. |
| Dauer des Eingriffs | Abhängig vom Anwendungsbereich dauert der Eingriff gewöhnlich 15 bis 30 Minuten. |
| Behandlungsdauer | Je nach klinischem Zustand sind gewöhnlich mehrere Sitzungen erforderlich. Im Durchschnitt können drei bis sechs Sitzungen durchgeführt werden. |
| Ablauf nach dem Eingriff | Nach der Injektion können leichte Schmerzen, Schwellungen und Empfindlichkeit auftreten. Diese Beschwerden nehmen gewöhnlich innerhalb weniger Tage ab. Den Patienten wird empfohlen, für kurze Zeit auf intensive körperliche Belastungen zu verzichten. |
| Mögliche Nebenwirkungen | Im Injektionsbereich können Schmerzen, Blutergüsse, Schwellungen und selten Infektionen auftreten. Sehr selten können Nervenschäden oder allergische Reaktionen entstehen. |
| Vorteile | Es handelt sich um eine nichtoperative Methode, die Erholungszeit ist vergleichsweise kurz und sie zielt darauf ab, das Bindegewebe zu stärken. |
| Einschränkungen | Die Wirksamkeit kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Bei weit fortgeschrittenen strukturellen Schäden reicht sie allein möglicherweise nicht aus. |
| Kombination mit anderen Behandlungen | Die gemeinsame Anwendung mit Physiotherapie, Trainingsprogrammen und Veränderungen des Lebensstils kann den Behandlungserfolg erhöhen. |
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Was ist Prolotherapie und welchen Stellenwert hat sie in der modernen Medizin?
Die Herangehensweise an Erkrankungen des Bewegungsapparates hat sich in der medizinischen Welt im Laufe der Jahre stark verändert. Ein sehr großer Teil der traditionellen Behandlungen konzentriert sich darauf, die Signale, durch die wir Schmerzen wahrnehmen, vorübergehend zu unterbrechen oder zu unterdrücken. Schmerzmittel oder Kortisoninjektionen funktionieren nach diesem Prinzip. Die Prolotherapie hingegen, eine der traditionsreichsten Methoden der regenerativen, also erneuernden Medizin, setzt direkt am Zentrum des Problems, nämlich an der Ursache der Schädigung, an. Diese Methode, deren Bezeichnung von dem Wort „Proliferation“ abgeleitet ist, das Zellvermehrung bedeutet, zielt darauf ab, geschädigte Gewebe auf zellulärer Ebene wiederaufzubauen.
Spezielle Injektionen in die schmerzende oder verletzte Region sorgen dafür, dass der Körper dort eine kontrollierte, leichte und vollständig keimfreie Entzündung, also eine Inflammation, erzeugt. Im Alltag wird das Wort Entzündung meist als etwas Negatives wahrgenommen. Tatsächlich ist jedoch der erste Prozess, den unser Körper zur Reparatur einer Stelle einleitet, immer die Entzündung. Unser Körper nimmt den durch die Prolotherapieinjektionen erzeugten Zustand als Hilferuf wahr und transportiert seine heilenden Zellen und Bausteine rasch in diesen Bereich. Dadurch tritt eine seit Jahren nicht heilende, chronisch gewordene und vom Körper gewissermaßen vergessene Verletzung in einen frischen und starken Reparaturprozess ein, als wäre sie eine ganz neue Schädigung. Auf diese Weise verschwindet nicht nur das Schmerzgefühl, sondern auch die das Gelenk stabilisierenden Strukturen verdicken und verstärken sich tatsächlich.
Wie hängen die zellulären Ursachen von Gelenk- und Muskelschmerzen mit der Prolotherapie zusammen?
Der menschliche Körper wird nicht nur durch Knochen und Muskeln aufrechtgehalten. Die Bänder, welche die Knochen miteinander verbinden und zusammenhalten, sowie die Sehnen, welche die Muskeln an den Knochen befestigen, bilden eigentlich die tragenden Hauptsäulen unseres Skelettsystems. Einer der größten Verursacher chronischer Beschwerden des Bewegungsapparates ist die Bandlockerung, die in der medizinischen Fachsprache als „ligamentäre Laxität“ bezeichnet wird.
Bänder und Sehnen sind Gewebe, die von Natur aus nur sehr schwach durchblutet werden. Wenn wir uns schneiden, heilt und schließt sich die Wunde schnell, weil in diesem Bereich eine intensive und reichhaltige Durchblutung besteht. In unseren Gelenkbändern ist diese Durchblutung aufgrund ihrer weißen, faserigen Struktur jedoch sehr begrenzt. Wenn durch Belastungen des Alltags, Fehlbewegungen, Sportverletzungen oder lediglich altersbedingten Verschleiß Schäden entstehen, finden diese Gewebe nicht genügend zelluläre Nährstoffe und Sauerstoff, um sich selbst zu reparieren. Diese nicht vollständig ausgeheilten und wie ein überdehntes Gummiband locker gebliebenen Gewebe stören das Gleichgewicht des Gelenks auf mikroskopischer Ebene. Bei jeder Bewegung gleitet das Gelenk stärker als normal, und diese ungewöhnliche Reibung reizt fortlaufend die Nervenenden in der Region und erzeugt den bekannten, nicht enden wollenden chronischen Schmerz. Die Prolotherapie wird genau auf diese überdehnten und gelockerten Gewebe angewendet und sorgt dafür, dass sie wieder straff, gespannt und belastbar werden. An diesem Punkt beginnt die dauerhafte mechanische Unterstützung, die Schmerzmittel niemals bewirken können.
Welche zellulären Phasen durchläuft der Körper nach einer Prolotherapieinjektion?
Nach der Anwendung der Prolotherapie erfolgt die Gewebereparatur in bestimmten, aufeinanderfolgenden Phasen, die wie eine perfekt funktionierende biologische Uhr ablaufen. Die Heilungsphasen sind:
- Inflammation
- Proliferation
- Remodellierung
Die Entzündungsphase beginnt unmittelbar nach der Injektion und dauert gewöhnlich während der ersten fünf Tage an. Die injizierte Lösung erzeugt zwischen den Geweben ein zelluläres Warnsignal. Makrophagen und Blutplättchen, die für die Abwehr- und Reinigungsaufgaben des Körpers zuständig sind, strömen rasch in den geschädigten Bereich. In dieser Phase ist es vollkommen normal und sogar erwünscht, dass die Patienten an der Injektionsstelle eine leichte Schwellung, Wärme und Schmerzen verspüren. Denn diese Symptome sind der deutlichste Beweis dafür, dass der Körper dort eine „Baustelle“ eingerichtet hat.
Die Proliferationsphase beginnt gewöhnlich ab dem dritten Tag und dauert etwa drei Wochen. In dieser Phase werden die Fibroblasten, die wichtigsten Produktionsstätten des körpereigenen Bindegewebes, aktiviert und beginnen sich rasch zu vermehren. Fibroblasten produzieren die Kollagenfasern, welche die Festigkeit der Gewebe gewährleisten. Das neue Zellgerüst, das zur Stärkung des geschädigten Gewebes und zur Reparatur von Rissen erforderlich ist, wird in dieser Phase wie ein Netz aufgebaut. Die Patienten beginnen in diesem Zeitraum zu spüren, dass ihre Schmerzen allmählich nachlassen.
Die Remodellierungsphase beginnt ab der dritten Woche und ist ein langfristiger Reifungsprozess, der manchmal bis zu zwei Jahre andauern kann. Die neu gebildeten, jedoch zunächst noch frischen und schwachen Kollagenfasern reifen im Laufe der Zeit, verdicken sich und werden gegenüber jeder Art mechanischer Belastung äußerst widerstandsfähig. Mikroskopische Gewebeuntersuchungen zeigen eindeutig, dass nach Abschluss dieses Prozesses die Dicke und Zugfestigkeit der betreffenden Bänder erheblich zunehmen.
Welche Wachstumsfaktoren steuern die Gewebereparatur während der Prolotherapie?
Im Hintergrund dieses beeindruckenden Regenerationsprozesses arbeiten verborgene Helden. Diese komplexen Proteine, die nach der Injektion in den Bereich strömen und die Gewebereparatur wie ein Dirigent steuern, werden als Wachstumsfaktoren bezeichnet. Zu den Wachstumsfaktoren, die diesen Prozess steuern, gehören:
- PDGF
- TGF
- VEGF
- FGF
- IGF
PDGF, der von Blutplättchen abgeleitete Wachstumsfaktor, ist der erste Funke, der die Zellteilung im geschädigten Bereich auslöst. Er legt die Grundlage für den Wiederaufbau, indem er die Bildung neuer Blutgefäße und das Wachstum neuen Gewebes anregt. TGF, der transformierende Wachstumsfaktor, sorgt hingegen für die Bildung des extrazellulären Stützgerüsts und erhält die strukturelle Integrität, indem er den Stoffwechsel der Knochen- und Knorpelzellen reguliert.
VEGF ist der vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor und übernimmt möglicherweise eine der wichtigsten Aufgaben. Wie bereits erwähnt, werden Bänder nur sehr schwach durchblutet. VEGF sorgt dafür, dass in diesem trockenen und schlecht durchbluteten Bereich neue Kapillargefäße entstehen, und gewährleistet so den Transport von frischem Blut, Sauerstoff und Nährstoffen zum Gewebe. FGF beschleunigt die kontinuierliche Aktivität und Vermehrung der kollagenproduzierenden Fibroblasten. Schließlich erhöht sich IGF, der insulinähnliche Wachstumsfaktor, insbesondere durch die Wirkung zuckerhaltiger Lösungen im Gewebe und beschleunigt direkt die strukturelle Reparatur von Sehnen und Bändern, wodurch die Widerstandsfähigkeit des Gewebes gegen Risse maximiert wird.
Welche natürlichen Substanzen werden in Prolotherapieinjektionen verwendet?
Wenn von Prolotherapie die Rede ist, denken viele Menschen möglicherweise an äußerst komplexe und in chemischen Laboren hergestellte starke Medikamente. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Die in der klinischen Praxis am häufigsten verwendete und als Goldstandard geltende Substanz ist ein vollkommen natürlicher Bestandteil. Der verwendete Wirkstoff ist Dextrose.
Dextrose ist im Wesentlichen eine konzentrierte, reine Zuckerwasserlösung. Da sie bereits ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Blutes ist, wird sie vom Körper hervorragend erkannt und vertragen und birgt kein Risiko systemischer Nebenwirkungen. Doch wie kann einfaches Zuckerwasser Schmerzen heilen, die seit zwanzig Jahren bestehen? Das Geheimnis liegt nicht in einer chemischen, sondern in einer physikalischen Regel, dem osmotischen Druck. Wenn die Dextroselösung in das geschädigte Band injiziert wird, entzieht sie aufgrund ihrer hohen Konzentration den umliegenden schwachen und geschädigten Zellen Wasser. Diese dehydrierten Zellen schrumpfen und senden ein leichtes zelluläres Schädigungssignal aus. Sobald unser Gehirn dieses Signal empfängt, gibt es den Befehl: „Dort trocknen Zellen aus und werden geschädigt, schickt unverzüglich Reparaturkräfte dorthin.“ Dieses harmlose Zuckerwasser ist somit eine perfekt eingesetzte Falle, um die stärksten Abwehr- und Reparaturmechanismen des Körpers in die Zielregion zu lenken.
Die Konzentration der Dextrose wird entsprechend der Tiefe des zu behandelnden Bereichs angepasst. Während in die tiefen Bereiche der Gelenke und an die Ansatzstellen dicker Sehnen am Knochen höher konzentrierte Lösungen injiziert werden, kommen in empfindlichen, hautnahen Nervenbereichen deutlich stärker verdünnte Mischungen zum Einsatz. Darüber hinaus werden dem Zuckerwasser sehr geringe Dosen örtlicher Betäubungsmittel zugesetzt, wie sie auch Zahnärzte verwenden, um Schmerzen beim Einstich und während des Vorschiebens der Nadel im Gewebe auf ein Minimum zu reduzieren und dem Patienten einen äußerst angenehmen Eingriff zu ermöglichen.
Welche weiteren zellulären Methoden können mit der klassischen Prolotherapie kombiniert werden?
Obwohl Dextrose das Herzstück und die Grundlage der Prolotherapie bildet, können in der modernen orthopädischen Praxis auch andere innovative medizinische Methoden sehr erfolgreich in diese Behandlung integriert werden. Unter Berücksichtigung des Alters des Patienten, des Ausmaßes der Schädigung und der Heilungskapazität können die Behandlungskombinationen erweitert werden. Zu den Methoden, die zusätzlich zur klassischen Behandlung eingesetzt werden können, gehören:
- PRP
- Ozon
- Stammzellen
Die PRP-Methode, die allgemein als plättchenreiches Plasma bekannt ist, unterstützt das Prinzip der Prolotherapie sehr wirkungsvoll. Eine gewisse Menge Blut, die dem Arm des Patienten entnommen wird, wird in speziellen Geräten mit hoher Geschwindigkeit zentrifugiert, wodurch die darin enthaltenen heilungsfördernden Zellen getrennt werden. Wenn zu dem durch die Dextroseanwendung erzeugten „Hilferuf“ diese heilungsfördernden Zellen direkt in hoher Konzentration hinzugefügt werden, erhöht sich die Regenerationsgeschwindigkeit des geschädigten Gewebes auf bemerkenswerte Weise.
Die Anwendung von Ozongas gleicht einer zellulären Atmung. Geschädigte und degenerierte Muskel- oder Gelenkgewebe sind gewöhnlich sauerstoffarm und weisen ein saures Milieu auf. Die Anwendung von Ozongas gemeinsam mit Dextrose oder im Wechsel damit erhöht den Sauerstoffgehalt dieser trockenen Region unmittelbar auf ein sehr hohes Niveau. Der Abtransport von Giftstoffen und die Regeneration der mit Sauerstoff versorgten Zellen erfolgen dadurch wesentlich schneller und reibungsloser.
Stammzellbehandlungen bilden den Höhepunkt der regenerativen Medizin. Insbesondere bei Patienten mit fortgeschrittenem altersbedingtem Knorpelabbau in den Knie- oder Hüftgelenken reicht eine ausschließliche Stärkung der Bänder möglicherweise nicht aus. In solchen Fällen werden dem Prolotherapieprotokoll ursprüngliche Stammzellen hinzugefügt, die unter vollständig sterilen Bedingungen aus dem eigenen Bauchfett oder dem Knochenmark des Beckens des Patienten gewonnen wurden und sich noch nicht in einen bestimmten Zelltyp umgewandelt haben. Auf diese Weise sollen nicht nur die Bänder gestärkt, sondern auch die abgenutzten Knorpeloberflächen erneut bedeckt und revitalisiert werden.
Bei welchen Erkrankungen des Bewegungsapparates ist die Prolotherapie eine wirksame Lösung?
Die Prolotherapie ist keine eng begrenzte Anwendung, die nur für eine einzelne Region oder eine bestimmte Erkrankung vorgesehen ist. Sie besitzt ein äußerst breites Anwendungsspektrum bei der Behandlung nahezu aller chronischen Beschwerden von Kopf bis Fuß, die in der menschlichen Anatomie durch mechanische Instabilität und Bandlockerung verursacht werden. Zu den behandelbaren Erkrankungen und Beschwerden gehören:
- Gonarthrose
- Meniskusverletzungen
- Plantarfasziitis
- Achillessehnenentzündung
- Laterale Epicondylitis
- Rotatorenmanschettenriss
- Karpaltunnelsyndrom
- Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule
- Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule
- Funktionsstörung des Iliosakralgelenks
Die im Knie auftretende Gonarthrose, die im Alltag als Gelenkverschleiß bezeichnet wird, gehört zu den größten Belastungen im höheren Lebensalter. Die mit der Zeit zunehmende Schwächung der Bänder rund um das Knie führt dazu, dass die gesamte Belastung des Knies auf dem Knorpel liegt. Wenn durch Prolotherapie die inneren, äußeren und gekreuzten Bänder des Knies gestärkt werden, stabilisiert sich das Kniegelenk ähnlich wie eine schwankende Brücke, deren Stahlseile gespannt werden. Der ungewöhnliche Druck auf den Knorpel verschwindet und die Gehfähigkeit sowie das Treppensteigen der Patienten verbessern sich deutlich.
Bei Plantarfasziitis und Fersensporn, die an der Fußsohle auftreten und dafür sorgen, dass sich die ersten Schritte am Morgen anfühlen, als würde man auf Glasscherben treten, wird der Ansatzpunkt der kräftigen Faszie, welche das Fußgewölbe unterstützt, am Fersenbein behandelt. Der dortige zelluläre Abbau wird repariert und die Elastizität des Gewebes wiederhergestellt. Ebenso wird bei hartnäckigen Beschwerden der großen Achillessehne an der Rückseite des Sprunggelenks die Belastbarkeit der Sehne erhöht und der Patient dadurch entlastet.
Auch an der oberen Extremität, insbesondere im Arm- und Schulterbereich, werden sehr erfolgreiche Ergebnisse erzielt. Beim Tennisellenbogen, also der lateralen Epicondylitis, die beim festen Schließen der Hand oder beim Öffnen eines Glases stechende Schmerzen im Ellenbogen verursacht, werden die mikroskopischen Risse am Ansatzpunkt des Muskels am Knochen repariert, als würden sie vernäht. Bei Rissen der Rotatorenmanschette und beim Schulterengpasssyndrom, die das Anheben des Arms unmöglich machen, kann die Gewebeintegrität ohne chirurgischen Eingriff wiederhergestellt werden. Beim Karpaltunnelsyndrom, bei dem ein Nerv im Handgelenk eingeengt ist, können Taubheitsgefühle und Kribbeln durch deutlich oberflächlichere Anwendungen rund um den Nerv verringert werden.
Wirbelsäulenbedingte Beschwerden betreffen einen sehr großen Teil der Bevölkerung. Die eigentliche Ursache von Bandscheibenvorfällen im Lenden- und Halsbereich ist häufig nicht der Vorfall selbst, sondern die Lockerung der Wirbelsäulenbänder, welche die Wirbel übereinander ausgerichtet halten sollten. Wenn die Facettengelenke der Wirbelsäule und die stützenden Bänder mit Prolotherapie gestärkt werden, verschwindet der unausgeglichene Druck auf den Bandscheiben. Die Wirbelsäule wird von innen stabilisiert, als würde sie ein Korsett tragen, und durch den Bandscheibenvorfall verursachte Nervenkompressionen können auf natürlichem Weg zurückgehen. Nach demselben Prinzip können auch Lockerungen des Iliosakralgelenks zwischen Steißbein und Becken dauerhaft stabilisiert werden.
Welche Patientengruppen sind die besten Kandidaten für eine Prolotherapie?
Damit die beeindruckenden Wirkungen der Prolotherapie vollständig genutzt werden können, ist die Eignung des Patientenprofils von entscheidender Bedeutung. Ebenso wie nicht jede Behandlung für jeden Patienten geeignet ist, besitzt auch diese Methode eine klar definierte Zielgruppe. Zu den idealen Kandidaten gehören:
- Personen mit chronischen Schmerzen
- Personen mit Gelenklockerung
- Personen, denen Schmerzmittel nicht helfen
- Personen, die mit Physiotherapie keine Fortschritte erzielen
- Personen, die keine Operation wünschen
- Personen, die keine Narkose erhalten können
An erster Stelle stehen gewöhnlich Personen, die seit mehr als drei Monaten unter anhaltenden Muskel-, Skelett- oder Gelenkschmerzen leiden, die einfach nicht verschwinden. Menschen, bei denen ein Facharzt im Rahmen einer körperlichen Untersuchung eine deutliche Instabilität, also eine ungewöhnliche Beweglichkeit und Bandlockerung in den Gelenken feststellt, erzielen mit dieser Behandlung den größten Nutzen. Patienten, die jahrelang große Mengen an Schmerzmitteln eingenommen und dadurch Magenprobleme entwickelt haben, deren Schmerzen jedoch sofort nach Absetzen der Medikamente zurückkehren, sind ausgezeichnete Kandidaten für den Übergang von einer vorübergehenden Unterdrückung zu einer dauerhaften Reparatur.
Bei Personen, die durch klassische physiotherapeutische Verfahren, Wärme- und Kälteanwendungen oder elektrische Ströme keine dauerhafte strukturelle Verbesserung erreichen konnten, kann mit Prolotherapie die biologische Grundlage für eine Heilung geschaffen werden. Darüber hinaus stellt sie für Personen, bei denen noch keine eindeutige Indikation für eine orthopädische Operation besteht oder die sich an der Grenze zur Operationsbedürftigkeit befinden, sowie für Menschen, die Angst vor einem chirurgischen Eingriff haben und nicht operiert werden möchten, eine sehr wirkungsvolle Alternative dar. Auch für Patienten, bei denen eine Vollnarkose aufgrund ihres hohen Alters oder schwerer Begleiterkrankungen des Herzens oder der Lunge als riskant gilt, bietet dieses ausschließlich im klinischen Umfeld durchführbare Verfahren ein hohes Maß an Sicherheit.
Bei welchen medizinischen Zuständen ist die Durchführung einer Prolotherapie ausdrücklich kontraindiziert?
Da das Prinzip der Anwendung darin besteht, die körpereigene Abwehr zu aktivieren, ist es medizinisch notwendig, die Prolotherapie bei bestimmten Gesundheitszuständen zu vermeiden, in denen das Immunsystem bereits mit anderen großen Krisen kämpft oder unangemessen reagiert. Zu den Zuständen, bei denen die Anwendung problematisch ist, gehören:
- Systemische Infektionen
- Regionale Abszesse
- Gerinnungsstörungen
- Aktive bösartige Erkrankungen
- Akute Frakturen
- Rheumatologische Krankheitsschübe
- Vollständige Rupturen
Wenn im Körper des Patienten eine aktive, fieberhafte und weit verbreitete bakterielle oder virale Infektion besteht, ist das Immunsystem bereits stark beansprucht. Eine zusätzliche neue Entzündung würde den Körper unnötig belasten. Ebenso ist eine Injektion streng verboten, wenn sich auf der Hautoberfläche, an der die Nadel eingeführt wird, oder im Gelenk ein entzündlicher Abszess, eine offene Wunde oder ein septischer Zustand befindet, da die Gefahr besteht, Keime in tiefere Gewebeschichten zu verschleppen. Bei schweren Blutungsstörungen oder der Einnahme hoch dosierter Blutverdünner, deren Dosierung nicht angepasst werden kann, können an den Injektionsstellen nicht kontrollierbare innere Blutungen und Blutergüsse auftreten.
Da die Prolotherapie die Zellvermehrung anregt, ist eine Steigerung der Zellaktivität keinesfalls erwünscht, wenn sich im Körper oder in der Nähe des Behandlungsbereichs aktives Krebsgewebe befindet. Bei verschobenen Frakturen, bei denen die mechanische Integrität infolge eines plötzlichen Traumas vollständig aufgehoben ist, sowie bei vollständigen Bandrupturen sind zudem eine chirurgische Naht und Fixierung erforderlich. Eine Flüssigkeitsinjektion kann zwei vollständig voneinander getrennte Enden nicht miteinander verbinden. Schließlich würde die Erzeugung einer zusätzlichen Entzündung während eines akuten Schubs einer Autoimmunerkrankung wie der rheumatoiden Arthritis, bei der das Immunsystem die eigenen Gelenke angreift, die bestehende Entzündungsaktivität weiter verstärken.
Wie werden Prolotherapiesitzungen geplant und was geschieht während der Injektion?
Diese Behandlung ist kein einfacher Vorgang, bei dem einem Patienten unmittelbar nach dem Betreten der Praxis eine Injektion verabreicht und er anschließend wieder entlassen wird. Dahinter stehen sehr genaue biomechanische und anatomische Berechnungen. Der Prozess beginnt mit der Erhebung der Krankengeschichte und einer sehr detaillierten körperlichen Untersuchung durch Abtasten. Der Arzt ertastet mit den Fingerspitzen wie ein Ermittler die Ansatzpunkte der Muskeln und Bänder am Knochen und bestimmt das Zentrum der Schädigung millimetergenau. Diese Befunde werden mithilfe fortschrittlicher bildgebender Verfahren wie Magnetresonanztomografie, Computertomografie oder Ultraschall präzisiert.
Wenn die Behandlungsphase erreicht ist, werden für den Komfort und die Gesundheit des Patienten sämtliche erforderlichen Maßnahmen getroffen. Die Haut wird unter den Bedingungen eines Behandlungsraums mit speziellen antiseptischen Farblösungen und alkoholbasierten Mitteln vollständig sterilisiert. In modernen Kliniken werden diese Injektionen niemals blind durchgeführt. Unter Begleitung hochauflösender Ultraschallgeräte verfolgt der Arzt die Spitze der Nadel live auf dem Bildschirm. Auf diese Weise wird die Nadel mit millimetergenauer Präzision bis in das Zentrum des geschädigten Gewebes geführt, während eine Verletzung umliegender gesunder Gefäße oder Nervenbündel zuverlässig verhindert wird.
Auch die Art der Flüssigkeitsgabe ist speziell. Anstatt das Gewebe wie einen Ballon aufzublähen, werden entlang der Ansatzlinie des Bandes am Knochen an vielen Punkten winzige Tropfen injiziert, die sich wie kleine Bienenstiche anfühlen. Diese punktförmige Injektionstechnik sorgt dafür, dass jede Zelle des Gewebes gleichmäßig stimuliert wird. Da die biologische Reparatur Zeit benötigt, wird die Behandlung nicht in einer einzigen Sitzung abgeschlossen. Abhängig von der Heilungsgeschwindigkeit des Körpers und vom Alter wird gewöhnlich ein Behandlungsprotokoll mit drei bis sechs Sitzungen im Abstand von durchschnittlich drei Wochen durchgeführt. Jeder dreiwöchige Zyklus bedeutet, dass das Gewebe um eine weitere Schicht aufgebaut und gestärkt wird.
Welche Regeln sollten Patienten nach einer Prolotherapie im Alltag beachten?
Während der klinische Teil der Behandlung in den Händen des Arztes endet, hängt der restliche Weg zum Erfolg vollständig von der Mitarbeit und Geduld des Patienten zu Hause ab. Die Art und Weise, wie der Patient nach der Injektion mit seinem Körper umgeht, bestimmt unmittelbar die Qualität des neu produzierten Kollagens. Zu den zu beachtenden Regeln gehören:
- Keine entzündungshemmenden Schmerzmittel einnehmen
- Warme Kompressen anwenden
- Sich schonen
- Ausreichend Wasser trinken
- Regelmäßig und ausgewogen essen
Die wichtigste dieser Regeln ist zweifellos das Verbot bestimmter Schmerzmittel. Klassische Medikamente gegen rheumatische Beschwerden oder Muskelschmerzen, die sogar ohne Rezept in Apotheken erhältlich und in vielen Haushalten vorhanden sind, insbesondere Präparate mit Ibuprofen oder Diclofenac, dürfen keinesfalls eingenommen werden. Denn der Zweck dieser Medikamente besteht darin, Entzündungen im Körper zu stoppen. Die durch die Prolotherapie gezielt ausgelöste heilungsfördernde Entzündung mit einer einzigen Tablette zu unterdrücken, würde bedeuten, die gesamte Behandlung wirkungslos zu machen. Wenn in den ersten Tagen schwer auszuhaltende Schmerzen auftreten, können einfache Präparate mit Paracetamol bevorzugt werden, die die Entzündungsreaktion nicht beeinflussen.
Während der ersten drei Tage sorgt das regelmäßige Auflegen einer Wärmflasche auf die Injektionsstellen dafür, dass die Gefäße in diesem Bereich erweitert bleiben, die Durchblutung beschleunigt wird und die heilungsfördernden Zellen leichter dorthin gelangen. Nur wenn in den ersten Stunden eine sehr starke Schwellung auftritt, kann für sehr kurze Zeit Eis aufgelegt werden, grundsätzlich wird jedoch Wärme bevorzugt. In den ersten beiden Tagen nach dem Eingriff sollte auf schwere körperliche Aktivitäten, anstrengenden Sport, lange Spaziergänge und das Heben von Gewichten verzichtet werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Patient im Bett bleiben muss. Er kann sich im Haus bewegen und seine üblichen Bürotätigkeiten problemlos fortsetzen. Bewegungslosigkeit verlangsamt die Heilung, weshalb innerhalb der Schmerzgrenze ein weitgehend normales Leben fortgeführt werden sollte.
Welche Nahrungsmittel unterstützen den Heilungsprozess nach einer Prolotherapie?
Während dieser aktiven Reparaturphase, in der die Gewebe neu aufgebaut werden, benötigt der Körper zwangsläufig hochwertige Baumaterialien. Damit der Körper neue Kollagenfasern produzieren kann, muss er die benötigte Energie und die Rohstoffe aus der Nahrung beziehen. Zu den unterstützenden Nahrungsmitteln gehören:
- Knochenbrühe
- Zitrusfrüchte
- Eier
- Fisch
- Rotes Fleisch
- Dunkelgrünes Gemüse
Insbesondere über viele Stunden gekochte Markknochenbrühe spielt bei der Gelenkreparatur eine besondere Rolle, da sie unmittelbar eine Quelle für Kollagen und Aminosäuren darstellt. Zitrusfrüchte wie Orangen, Mandarinen und Zitronen sind aufgrund ihrer großen Vitamin-C-Reserven einer der wichtigsten Auslöser der Kollagensynthese. Ohne ausreichend Vitamin C kann der Körper kein hochwertiges Bindegewebe bilden. Während Eier als Proteinquelle mit hoher biologischer Wertigkeit beim Aufbau neuer Zellen verwendet werden, stärken omega-3-reiche Lebensmittel wie Fisch und Walnüsse die zelluläre Kommunikation. In dieser Phase sollte insbesondere das Rauchen unbedingt vermieden werden. Das im Zigarettenrauch enthaltene Kohlenmonoxid verdrängt den Sauerstoff im Blut, verringert die Sauerstoffversorgung der Injektionsregion und beeinträchtigt dadurch die Heilung erheblich.
Warum sollte die Prolotherapie vor einem chirurgischen Eingriff in Betracht gezogen werden?
Die moderne medizinische Philosophie setzt sich dafür ein, unter allen möglichen Bedingungen die ursprüngliche anatomische Struktur des menschlichen Körpers zu erhalten. Statt mit schneidenden Instrumenten von außen in den Körper einzugreifen, Teile zu entfernen oder Strukturen mit Metallschrauben zu fixieren, ist es häufig ein vernünftigerer und naturgemäßerer Ansatz, die beeindruckende körpereigene Heilungsfähigkeit gezielt zu unterstützen.
Außer in Situationen, in denen sie lebensrettend und unvermeidbar sind, bergen Operationen stets erhebliche Risiken wie Komplikationen der Vollnarkose, Krankenhausinfektionen, lange Bettruhe, monatelangen Arbeitsausfall und bleibende anatomische Veränderungen. Wird ein Gelenk chirurgisch eröffnet, verändert sich zudem seine feine Biomechanik dauerhaft. Die Prolotherapie hingegen ermöglicht es, den problematischen Bereich seiner ursprünglichen Form näherzubringen, ohne Gewebe zu durchtrennen, ohne einen stationären Krankenhausaufenthalt, ohne das Risiko einer Vollnarkose und mit der Möglichkeit, unmittelbar nach dem Eingriff zu Fuß nach Hause zurückzukehren. Sowohl im Hinblick auf die Kosten als auch auf die Erhaltung der Lebensqualität des Patienten bietet sie bedeutende Vorteile.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Prolotherapie und wie wirkt sie bei Erkrankungen des Bewegungsapparates?
Bei wem wird Prolotherapie angewendet und bei welchen Schmerzen wird sie bevorzugt?
Wie wird Prolotherapie durchgeführt und treten während des Eingriffs Schmerzen auf?
Nach welchen Faktoren wird die Anzahl der Prolotherapiesitzungen bestimmt?
Wie lange dauert die Heilung nach der Prolotherapie und worauf sollte geachtet werden?
Kann Prolotherapie bei Kniearthrose und Gelenkschmerzen wirksam sein?
Was sind die grundlegenden Unterschiede zwischen Prolotherapie und PRP-Behandlung?
Wann kann nach einer Prolotherapie wieder Sport getrieben und zu alltäglichen Aktivitäten zurückgekehrt werden?
In welchen Situationen kann Prolotherapie ungeeignet sein oder muss sorgfältig geprüft werden?
Kann Prolotherapie dauerhafte Ergebnisse erzielen und welche Faktoren beeinflussen den Behandlungserfolg?

Prof. Dr. Murat Demirel, 1974 yılında Ankara’da doğmuş, 1998 yılında Ankara Üniversitesi Tıp Fakültesi’nden mezun olmuştur. Aynı yıl Ankara Numune Eğitim ve Araştırma Hastanesi 1. Ortopedi ve Travmatoloji Kliniği’nde uzmanlık eğitimine başlamış ve 2004 yılında Ortopedi ve Travmatoloji Uzmanı unvanını almıştır. Uzmanlık sonrası dönemde kas-iskelet sistemi hastalıklarının cerrahi ve konservatif tedavilerine odaklanmış, yenilikçi ortopedik yaklaşımları klinik pratiğine entegre etmiştir.
Omuz, diz, kalça ve ayak bileği eklemlerine yönelik ileri düzey cerrahi uygulamalarda uzmanlaşan Prof. Dr. Demirel; omuz artroskopisi, diz protezi, robotik cerrahi, kök hücre tedavisi ve PRP uygulamaları konularında deneyim sahibidir. Güncel ortopedi pratiğinde fonksiyonel sonuçları artıran minimal invaziv ve biyolojik tedavi yöntemlerini önceliklendirmektedir.
Halen Ankara’daki özel kliniğinde ortopedi ve travmatoloji alanında hasta kabul eden Prof. Dr. Murat Demirel, ileri görüntüleme teknolojileri ve multidisipliner yaklaşımla kişiye özel tedavi planları oluşturmaktadır. Cerrahi ve rejeneratif ortopediyi birleştiren vizyoner yaklaşımıyla, hareket sistemi hastalıklarının tedavisinde yaşam kalitesini merkeze alan modern çözümler sunmaktadır.

